Wissenschaft trifft Praxis

Kooperationsprojekt "Schwimmen" mit den Stadtwerken München

Zum Ende der Schwimmsaison 2016/17 konnte wieder einmaldie ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen derSportfakultät der TU München und den Trainern der SGStadtwerke unter Beweis gestellt werden. Christine Hoffmannvon der Angewandten Sportwissenschaft der TU München undSheela Schult, Trainerin der Nachwuchsmannschaft derStadtwerke, planten schon seit Sommer 2016 ein gemeinsames Projekt.

In einer langfristig angelegten Kooperationsarbeit sollten die Studenten derSportfakultät die Nachwuchsmannschaft der Stadtwerke bei derTrainingssteuerung unterstützen. Anfang November führten dieSportstudenten einen vom Deutschen Schwimmverband standardisierteingesetzten Stufentest im Olympiabad durch, um dieAusdauerleistungsfähigkeit der Nachwuchsschwimmer zu bestimmen undTrainingsempfehlungen abzuleiten. Jetzt wurde die Kooperationweitergeführt und der Test erneut mit insgesamt 18 Schwimmern absolviert.

Bei diesem Test muss jeder Athlet insgesamt 8x 100m mit steigenderGeschwindigkeit schwimmen. Dabei wurden Zeiten, Zugfrequenzen,Herzfrequenzen und über 100 Laktatproben gemessen und ausgewertet.Kathi Appel, wissenschaftliche Hilfskraft an der TU, unterstütze das Team beider Laktatdiagnostik.Aus den Ergebnissen versprechen sich die Trainer Felix Bongarz und SheelaSchult zusätzliche Erkenntnisse über die einzelnen Schwimmer, um dasTraining für die kommende Saison noch individueller abstimmen zu können.„Gerade der Längsschnittvergleich und die saisonbegleitende Testung ist mirwichtig“, meint Felix Bongarz.Auf der anderen Seite erhalten die Studenten der TU München einen praxisnahen Einblicken in dieTestmethoden und können ihr theoretisches Wissen direkt einsetzen.Gleichzeitig werden die Ergebnisse auch füreine Seminararbeit von Luisa Roderweis undfür eine Zulassungsarbeit von VincentBrandl-Leschik genutzt.Christine Hoffmann ist ganz begeistert vonder Zusammenarbeit: „Meisten testenStudenten nur in der eigenen kleinenGruppe und nicht an Leistungssportlern undumgekehrt zahlen einige Vereine viel Geldfür solche Tests. So profitieren beide Seiten.“

 


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