Master­studiengang Diagnostik und Training / Diagnostics and Training (M.Sc.)

Auslaufender Masterstudiengang Diagnostics and Training

Bitte beachten Sie, dass der Masterstudiengang "Diagnostics and Training" in dieser Form 2017/18 von dem neuen Masterstudiengang  "M.Sc. Sport and Exercise Science" abgelöst wurde.

Modifikation zum WS 2016/2017

Bei dem zum WS 2016/17 angebotenen Masterstudiengang handelt es sich um eine Modifikation des Masterstudiengangs Diagnostik und Training. Um den in den Studiengangsevaluationen seitens der Studierenden geäußerten Wünschen entgegen zu kommen, werden gegenüber dem Masterstudiengang Diagnostik und Training folgende Änderungen vorgenommen:

  1. Umstellung der Unterrichtssprache von Deutsch auf Englisch und entsprechende Anpassung des Eignungsverfahrens und der Zulassungsvoraussetzungen:Notwendigkeit eines englischen Sprachnachweises
  2. Anpassung einzelner Module an die Kompetenzen der neu berufenen Professoren
  3. Änderung der Forschungssäule: ein Pflicht- und ein Wahlmodul statt eines zweisemestrigen Pflichtmoduls
  4. Zusammenführung der beiden Wahlkataloge Außerfachliche Kompetenzen und Berufsfeldkompetenzen (je 5 Credits) in einen Wahlkatalog Complementary Subjects (10 Credits)
  5. Änderung des Wahlpflichtkatalogs Schwerpunkt in einen Wahlkatalog Specialization Subject.

Struktur Masterstudiengang Diagnostics and Training

Änderungssatzung vom 23.09.2016

Ziele des Studienganges

Der Masterstudiengang "Diagnostik und Training MSc." befasst sich im Kontext der Sportwissenschaft mit den verhaltens- und naturwissenschaftlichen Teildisziplinen Bewegungswissenschaft, Biomechanik, Sportinformatik, Sportpsychologie und Trainingswissenschaft. Übergreifendes Ziel des Studienganges ist es, den Absolventen aus dieser sportwissenschaftlich interdisziplinären Perspektive umfassende Kompetenzen in den Bereichen Diagnostik und Training zu vermitteln. Diese Interdisziplinarität ist notwendig um der Komplexität der vielfältigen und gleichzeitig wirkenden Einflussfaktoren auf den sich bewegenden Menschen (z. B. biomechanische, physiologische oder mentale Faktoren) gerecht zu werden.

Aufbauend auf einem grundständigen sportwissenschaftlichen Bachelorstudiengang (z.B. "Wissenschaftliche Grundlagen des Sports" an der TUM), werden in diesem Masterstudiengang basierend auf den zugrundeliegenden theoretischen Konstrukten sowohl forschungsmethodische als auch anwendungsorientierte wissenschaftliche Verfahren und Konzepte für die Bereiche Diagnostik und Training erlernt. Für eine effektive Diagnostik bedarf es einer Analyse des Ist-Zustands verbunden mit der Herstellung eines Bezugs zum Soll-Zustand. Basierend auf dieser Diagnose gilt es im Sinne einer Beratung, ein wissenschaftlich fundiertes Training bzw. geeignete Interventionsmaßnahmen zu entwickeln oder abzuleiten, welche wiederum diagnostisch überprüft werden müssen.

Diagnostik bezieht sich in diesem Zusammenhang dementsprechend auf das Erforschen, Feststellen und Einordnen von kennzeichnenden Merkmalen eines Zustandes, einer Person oder eines Sachverhaltes oder der Wechselbeziehung zwischen Personen und Geräten/Gegenständen aus den Bereichen Arbeit, Alltag, Gesundheit und Sport. Die Studierenden lernen mit Hilfe geeigneter Methoden Daten zu erheben, diese zu einem diagnostischen Urteil zu integrieren, welches es schließlich erlaubt, Entscheidungen, Prognosen und deren Evaluation vorbereiten und unterstützen zu können.
Training bezieht sich im Kontext des Masterstudienganges "Diagnostik und Training, MSc." auf Gesundheits- und Leistungssport und ist der Prozess, welcher basierend auf einer wissenschaftlichen Diagnostik optimiert werden soll. Es ist nicht das Ziel, die Studierenden des Masterstudienganges "Diagnostik und Training, MSc." zu Trainern auszubilden. Vielmehr lernen die Absolventen, den Trainingsprozess basierend auf Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Diagnostik konzipierend und beratend zu begleiten sowie die Trainingsmethodik wissenschaftlich weiterzuentwickeln und zu evaluieren.

Zudem ist neben der wissenschaftlichen Qualifikation der Erwerb weiterer Schlüsselqualifikationen integriert, die entweder in den Modulen vermittelt oder in betreuten Praktika erworben werden. Darüber hinaus gibt es zwei Wahlmodule mit dem Ziel, relevante "Berufsfeldkompetenzen" und "Außerfachliche Kompetenzen" bereitzustellen. Nicht zuletzt durch die praktischen Anteile im Studium geht mit dem Abschluss eine unmittelbare Berufsbefähigung einher.
 

Zielgruppen

Generelle Voraussetzung für die Teilnahme am Studiengang "Diagnostik und Training MSc." sind sportwissenschaftliche Kenntnisse in den Grundlagen der verhaltens- und naturwissenschaftlichen Teildisziplinen der Sportwissenschaft, wie sie in einem wissenschaftsfokussierten Bachelorstudium erworben werden können. Weiter wird vorausgesetzt, dass bei den Studienanfängern ein Verständnis für die Problematik der Anwendung sportwissenschaftlicher Konzepte in den relevanten Berufsfeldern vorliegt (z. B. der Austausch zwischen sportwissenschaftlichem Berater und Trainer, bspw. an den Olympiastützpunkten oder im Verein).
In Anlehnung an die Ziele und Inhalte richtet sich der Studiengang an Interessenten, die sich vertieft mit diagnostischen und trainingswissenschaftlichen Fragen in den Anwendungsfeldern der Sportwissenschaft auseinander setzen möchten und in den entsprechenden praktischen und wissenschaftlichen Berufsfeldern ihre Perspektiven sehen. Günstige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Absolvieren des Studiengangs "Diagnostik und Training MSc." sind deshalb naturwissenschaftlich-mathematische Kompetenzen, aber auch eine sportpraktische Verankerung (z. B. durch eigene sportliche Aktivität, Trainertätigkeit oder -ausbildung), die insofern hilfreich sind, als die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis leichter realisiert werden kann.
Die Zielgruppe für den Studiengang "Diagnostik und Training, MSc." sind demnach Studierende mit einem Bachelor-Abschluss und entsprechenden Kenntnissen in den für den Studiengang relevanten Feldern der Sportwissenschaft, die zudem eine Affinität zum wissenschaftlichen Umgang mit Phänomenen von Sport und Bewegung aufweisen und in entsprechenden diagnostischen sowie trainingswissenschaftlichen Bereichen ihr Berufsfeld sehen. Es ist zu erwarten, dass viele der gegenwärtigen Studierenden des Bachelor-Studienganges "Wissenschaftliche Grundlagen des Sports" der TU München diesen Anspruch erfüllen.
 

Berufsfeldaussichten

Ein erfolgreicher Abschluss des Studienganges ermöglicht es den Absolventen als wissenschaftliche Analysten und Berater, vorwiegend im Berufsfeld des Gesundheits- oder Leistungssports, eine Anstellung zu finden. Die Absolventen sind ebenfalls für Sektoren im erweiterten Berufsfeld der Wirtschaft und Industrie qualifiziert, wo der sich bewegende, gesunde oder kranke Mensch eine zentrale Rolle spielt (z. B. im Bereich der Ergonomie/Medizintechnik).
Die im Rahmen des Studienganges vermittelten Kompetenzen in den Bereichen Diagnostik und Training können die Absolventen zur Analyse von Merkmalen und/oder in einer Beratungssituation mit Patienten/Therapeuten/Ärzten, Sportlern/Trainern sowie Ingenieuren einsetzen.
Somit ist eine Positionierung in folgenden Bereichen denkbar:

  • Diagnostische und trainingsberatende Tätigkeiten an Olympiastützpunkten und in Spitzensportverbänden
  • Wissenschaftliche Koordination (z.B. beim Institut für Allgemeine Trainingswissenschaft)
  • Talentsuche, -diagnostik und –förderung in Spitzensportverbänden
  • Konzeption und Organisation von Talentsichtung in Spitzensportverbänden
  • Mitarbeit im Trainerstab bei Profivereinen (z.B. als Trainingswissenschaftler, Spielanalyst, Sportinformatiker, (Spieler-)Scout oder Sportpsychologe)
  • Sportwissenschaftliche Diagnostik bei kommerziellen Anbietern (z.B. leistungsphysiologische Diagnostik, Trainingsberatung, biomechanisch-bewegungswissenschaftliche Analyse und Beratung, Wettkampfanalysen, Scouting und wettkampfdiagnostische Beratung von Spielerberatern)
  • Sportwissenschaftliche Diagnostik und Beratung in Kliniken (z.B. biomechanische Bewegungsanalyse im Ganglabor)
  • Wirtschaft und Industrie (z.B. Softwarehersteller für Bewegungsanalysen, Sportgeräteentwicklung)
  • Forschungseinrichtungen

 

Aufbau und Inhalte des Studiengangs

Der Studiengang wird getragen von den 6 Bereichen Bewegungswissenschaft, Biomechanik, Leistungsphysiologie, Sportinformatik, Sportpsychologie und Trainingswissenschaft sowie dem Querschnittsfach "Forschungsmethoden". Die Inhalte des Studiengangs setzen sich zusammen aus

  • einem Grundlagenbereich (Pflichtbereich) mit acht Modulen aus den sechs Bereichen und zwei Wahlmodulen "Berufsfeldkompetenzen" und "Außerfachliche Kompetenzen" sowie einem übergreifenden Modul "Forschungsmethoden",
  • einem Vertiefungsbereich (Wahlpflichtbereich) mit den Modulen "Bewegungswissenschaft", "Biomechanik in der Praxis", "Leistungsphysiologie und Trainingsdiagnostik", "Sportinformatik", "Sportpsychologie" und "Wettkampfdiagnostik" von denen eines zu wählen ist,
  • einem Praktikum
  • und der Masterarbeit.

 

Informationen und Downloads

Abbildung: Studienplan des Masterstudienganges "Diagnostik und Training MSc."

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Prof. Dr. Ansgar Schwirtz

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Dienstort

Professur für Biomechanik im Sport (Prof. Schwirtz)

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