Arbeitsbereich Medien und Kommunikation und Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie mit neuem BISp-Projekt „TuM Do Be“


Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) fördert das neue Doping-Projekt "Tum Do Be"

Mit "Tum Do Be" sollen mehr als 1.000 Trainerinnen und Trainer zum Thema Doping online befragt werden

Die Projektverantwortlichen Prof. Dr. Michael Schaffrath (r.) und Dr. Thorsten Schulz (l.) zusammen mit Nils Olson (Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie, 2. v. r.) und Dr. Fabian Kautz (ehemaliger Mitarbeiter Arbeitsbereich Medien und Kommunikaion) beim DVS-Hochschultag im September 2019

Im Mai 2018 ist das Buch "Wissen und Einstellungen von Sportjournalisten in Deutschland zu den Themen Doping und Dopingberichterstattung" erschienen, das von Prof. Dr. Schaffrath, Dr. Thorsten Schulz und Dr. Fabian Kautz verfasst wurde

Der Arbeitsbereich Medien und Kommunikation und der Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie haben gemeinsam ein neues Drittmittelprojekt mit dem Titel „(Spitzen)Trainer und Medien: eine Analyse zur Wahrnehmung und Bewertung der Dopingberichterstattung und die Auswirkung auf die Trainingsarbeit“ (TuM Do Be) eingeworben. Gefördert wird das Projekt vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) mit 73.000 Euro. Unterstützt wird das Forschungsvorhaben zudem von der Nationalen Doping Agentur (NADA) und der Trainerakademie Köln des DOSB.

„Tum Do Be“ ist bereits das dritte Projekt zum Themenfeld „Doping und Medien“, das Prof. Schaffrath und Dr. Schulz beim BISp akquirieren konnten. Bei der ersten, mit 25.000 Euro geförderten Untersuchung im Zeitraum 2012/13 wurden „Wissen und Einstellungen von Sportjournalisten zum Thema Doping“ untersucht. 2018/2019 führten dann die wissenschaftlichen Mitarbeiter vom Arbeitsbereich Medien und Kommunikation und dem Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie eine mit 52.500 Euro dotierte Replikationsstudie mit gleichnamigen Titel durch. Hierzu werden gerade verschiedene Veröffentlichungen von der Forschergruppe vorbereitet.

„Nach der Beschäftigung mit Sportjournalistinnen und Sportjournalisten interessiert uns im neuen Projekt, was Trainerinnen und Trainer über die Dopingberichterstattung in Deutschland denken und wie beispielsweise der von Medien aufgebaute Erfolgsdruck die Trainerinnen und Trainer in ihrer Arbeit mit den Athleten beeinflusst“, umschreibt Prof. Schaffrath zwei zentrale Ziele. Weitere Untersuchungsfelder sind die professionellen und persönlichen Beziehungen zwischen Trainern und Journalisten, der Umgang mit Social Media, die Möglichkeiten neuer Medien im Anti-Doping-Kampf sowie Meinungen zu Doping im Allgemeinen bis hin zum Anti-Doping-Gesetz oder Doping-Whistleblower im Speziellen.

„Die Befragung der Trainerinnen und Trainer soll letztlich konkrete Hinweise liefern, wie der Austausch mit Sportjournalistinnen und Sportjournalisten aus Sicht des Spitzensports verbessert werden kann, um den Anti-Doping-Kampf auch gemeinsam erfolgreicher zu gestalten. Wir wollen auf der Basis unserer Ergebnisse auch konkrete Handlungsempfehlungen für die künftige Trainerausbildung in Deutschland formulieren“, ergänzt Dr. Thorsten Schulz.

Neben einer Online-Befragung von mehr als 1.000 Trainerinnen und Trainern sollen zusätzlich qualitative Leitfadengespräche mit ausgewählten Experten aus dem Spitzentrainerbereich geführt werden. Der Mix aus quantitativen und qualitativen Verfahren habe sich in beiden Vorgängerprojekten zum Gegenstandsbereich Doping überaus bewährt, berichten Schaffrath und Schulz übereinstimmend.

Das Projekt startet am 1. März 2020 und läuft bis 31. August 2021.

 

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Kontakt:

Prof. Dr. Michael Schaffrath
Arbeitsbereich für Medien und Kommunikation
Georg-Brauchle-Ring 60/62
80992 München

Telefon: 089 289 24639
E-Mail: michael.schaffrath(at)tum.de

Dr. Thorsten Schulz
Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie
Georg-Brauchle-Ring 60/62
80992 München

Telefon: 089 28924574
E-Mail: thorsten.schulz(at)tum.de
 

Text: Romy Schwaiger
Fotos: Bundesinstitut für Sportwissenschaft/Arbeitsbereich Medien und Kommunikation