Zweitligist Greuther Fürth zu Gast am Arbeitsbereich


Prof. Dr. Michael Schaffrath, Michael Schiller und Immanuel Kästlen mit den Studierenden

"Ohne eine gewisse Leidenschaft zum Fußball kann man in der Branche nicht lange durchhalten“, mahnte Timo Schiller, Leiter Marketing und Kommunikation bei der SpVgg Greuther Fürth. Der ehemalige TUM-Student und Absolvent des Studienschwerpunktes Medien und Kommunikation besuchte gemeinsam mit seinem Kollegen Immanuel Kästlen, Leiter für Medien und Kommunikation des Fußball Zweitligisten, das Seminar „Sport-PR für Vereine, Verbände und Unternehmen“ von Prof. Dr. Michael Schaffrath.

Gemeinsam mit den rund 40 Studierenden diskutierten die Gäste am 1. Juli 2019 über das Berufsfeld Sport-PR und die Herausforderung rund um das Marketing und die Vereinskommunikation bei der SpVgg. Sie ermöglichten zudem Einblicke in den Berufsalltag eines Pressesprechers und gaben den Studierenden wertvolle Ratschläge für einen erfolgreichen Berufseinstieg in die PR- und Vermarktungsbranche. Dabei hoben die Kommunikationsexperten hervor, dass vor allem Eigenschaften wie fachliche Kompetenz, das Schreiben von Texten sowie Flexibilität, Belastbarkeit und Demut gefragt seien.

Die wachsende Bedeutung des Bereichs Social Media war ein weiterer Diskussionspunkt. Beide Gäste stimmten zu, dass die sozialen Medien in der Marketing- und Kommunikationsstrategie bei der SpVgg Greuther Fürth immer wichtiger werden. Allerdings fügte Schiller hinzu: „Wegen ihrer Reichweite und auch aufgrund ihres Einflusses darf man die klassischen Medien aber nicht vernachlässigen.“ Trotz der Möglichkeiten der Spieler, mit den Fans direkt zu kommunizieren, „wird die Arbeit des Pressesprechers nicht hinfällig“, erklärte Kästlen. Als Verantwortlicher für den Social-Media-Auftritt des Vereins ist die Priorität für ihn auch, mehr Aufmerksamkeit auf den Verein zu generieren. Aus diesem Grund wäre eine konstante Kontrolle der Social-Media-Aktivitäten der Spieler komplett falsch. „Wenn ich den Spielern immer vorgebe, was und wie sie zu posten haben, dann mache ich meinen Job falsch“, so Kästlen.

Text: Carl Groefke
Fotos: Carl Groefke