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Prof. Hauner und Prof. Oberhoffer-Fritz mit TUM-Studie zu Ernährung und Bewegung während Corona in diversen Medien


Seit Beginn der Corona-Pandemie haben rund 40 Prozent der Befragten an Gewicht zugenommen
Prof. Dr. Hans Hauner im Interview mit "17:30 Sat.1 Bayern"
Prof. Dr. Renate Oberhoffer-Fritz (r.) im Gespräch mit "17:30 Sat.1 Bayern"-Moderatorin Sabine Arndt

Wie hat die Corona-Pandemie das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Erwachsenen und damit auch deren Gewicht verändert? Dieser Frage sind das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Hauner und der Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie von Ordinaria Prof. Dr. Renate Oberhoffer-Fritz im Rahmen einer umfassenden aktuellen Studie, die durch die Else Kröner Fresenius Stiftung finanziert wurde, nachgegangen. Demnach haben rund 40 Prozent der Befragten seit Beginn der Pandemie an Gewicht zugenommen. Etwas mehr als die Hälfte bewegt sich zudem weniger als vor der Corona-Krise.

Die Ergebnisse der Studie, die im Rahmen einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz vorgestellt wurden, haben ein breites Medienecho hervorgerufen. So berichteten unter anderem die Printmedien Süddeutsche Zeitung, Abendzeitung, Münchner Merkur, tz, Berliner Zeitung, Die Welt, Hamburger Abendblatt, Hamburger Morgenpost, Handelsblatt, Neue Zürcher Zeitung oder die Passauer Neue Presse darüber. Der Bayerische Rundfunk, der MDR, FOCUS Online, Ärzteblatt, die Apotheken-Umschau, Bild der Frau, MSN UK und das Schweizer Nachrichtenportal „nau.ch“ griffen das Thema auf ihren Online-Plattformen ebenfalls auf.

Darüber hinaus berichtete eine Vielzahl an Fernsehsendern und Radiostationen  über die Ergebnisse der TUM-Studie, unter anderem RTL, Sat.1, ntv, Deutschlandfunk, BR,  münchen.TV, Antenne Bayern, B5 aktuell, SR1 oder WDR 5.

„Bestimmt ein Drittel der Befragten hat Essen zur Stressbewältigung genutzt. 70 Prozent gaben an, sie fühlten sich seelisch belastet durch die Pandemie, und diese Personen sagten deutlich häufiger, dass sie mehr aus Langeweile aßen oder mehr Lust zum Essen hatten. Gerade der Verzehr von Süß-Fett-Kombinationen ist eine beliebte Art, mit Stress umzugehen“, sagte Prof. Hauner im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Der Energiebedarf eines Erwachsenen liegt - je nach Alter, Geschlecht und Gewicht - zwischen 1.500 und 2.500 kcal pro Tag. Das Ziel beim Essen muss deshalb eine gute, aber nicht übermäßige Versorgung mit den Energieträgern Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß sowie mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sein, also eine vollwertige Ernährung", wird der Studienleiter von „FOCUS Online“ zitiert.

Im TV-Beitrag von „17:30 Sat.1 Bayern“ berichtete Prof. Hauner über die Essgewohnheiten der Probanden während der Lockdowns: „Ein Teil der Befragten hat angegeben, einfach mehr zu essen, zum Teil aus Langeweile, weil keine anderen Angebote mehr da waren, und zum Teil, weil sie zu Hause waren und ihre Nahrungsmittelvorräte leicht erreichen konnten. Es gab auch welche, die aus Angst und Frustration vielleicht mehr gegessen haben, als sie es sonst tun würden.“

Prof. Oberhoffer-Fritz war im Anschluss an den TV-Beitrag von „17:30 Sat.1 Bayern“ im Rahmen einer Live-Schalte als Expertin zu sehen. Mit Moderatorin Sabine Arndt sprach sie unter anderem darüber, wie man die gewonnenen Kilos am besten wieder verliert: „Man sollte sich wieder aktivieren, und das geht bei den guten Temperaturen aktuell sicher wieder besser als zuvor. Ausdauersport wäre das Richtige, um den Kilos jetzt den Garaus zu machen. Walken, Wandern, Radeln und Schwimmen, wenn die Schwimmbäder wieder geöffnet sind. Das sind die richtigen Sportarten. Und dazu noch ein bisschen Muskeltraining, denn je mehr Muskeln wir haben, desto besser verbrennen wir die Kalorien.“

Doch wie kann man den Körper nach dem Lockdown wieder aus dem Ruhemodus holen? Prof. Oberhoffer-Fritz sagte dazu im Interview: „Wir müssen versuchen, unserem Leben wieder einen gewissen Rhythmus zu geben. Das heißt, bewusst eine halbe bis ganze Stunde am Tag einbauen, in der wir körperlich aktiv sind und uns vielleicht mit jemandem verabreden, der ähnliche Motivation braucht. Am besten wäre es zudem, man berichtet der eigenen Umgebung viel davon, was man vorhat. Die Motivation sollte man aus einem Ziel setzen, beispielsweise, dass ich fitter werden oder wieder in das Kleid oder die Hose vom letzten Jahr reinpassen möchte. Mit solch konkreten Zielen vor Augen funktioniert es deutlich besser.“

 

Zur Sendung „17:30 Sat.1 Bayern“

Zur Homepage des Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie

Zur Homepage des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin
 

Kontakt:

Prof. Dr. Hans Hauner
Direktor des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin
Lehrstuhl für Ernährungsmedizin
Gregor-Mendel-Str. 2
85354 Freising-Weihenstephan

Telefon: 08161 71 2001
E-Mail: ekfz(at)tum.de

Prof. Dr. Renate Oberhoffer-Fritz
Dekanin Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften
Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie
Georg-Brauchle Ring 60/62
80992 München

Tel.: 089 289 24601
E-Mail: renate.oberhoffer(at)tum.de
 

Text: Romy Schwaiger
Fotos: Pixabay/“17:30 Sat.1 Bayern”