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New Paper in Trends-in-Cancer: „Was ist der Effekt der Belastungshormone Adrenalin und Noradrenalin auf Krebszellen?“


Zusammen mit dem Sport-&-Krebs-Forscher Jesper Christensen aus Kopenhagen, den Münchner Krebs-Chirurgen Bernhard Renz und Matthias Ilmer, der Münchner Onkologin Irene Teichert-von-Lüttichau haben die Sportbiologen Martin Schönfelder und Henning Wackerhage einen Review-Artikel zum Thema „Katecholamine und Krebs“ geschrieben und in dem Fachjournal „Trends in Cancer“ publiziert. Den Volltext finden Sie unter dem Titel „Cancer catecholamine conundrum“ mit dem folgenden link .

Worum geht es in dem Artikel? - Epidemiologische Studien suggerieren, dass körperliche Aktivität das Risiko von verschiedenen Krebsarten reduziert und bei Krebspatientinnen und Krebspatienten die Überlebenschancen verbessern. Wir haben uns die Frage gestellt: „Was sind die Mechanismen, über welche die körperliche Aktivität einen Einfluss auf den Krebs nimmt?“ Hierbei liegt unser Fokus auf den Katecholaminen Adrenalin und Noradrenalin, denn die Katecholamin-Konzentrationen steigen bei Belastung an: In diesem Zusammenhang haben mehrere Studien Effekte von Katecholaminen auf das Wachstum von Krebszellen gezeigt. Das Problem ist jedoch, dass einige Studien zeigen, dass Katecholamine das Krebswachstum hemmen wohingegen andere Studien genau das Gegenteil belegen und Katecholamine das Krebswachstum fördern. Wie kann dieser Widerspruch erklärt werden? Der Artikel „Cancer Catecholamine Conundrum“ thematisiert das „Krebs-Katecholamin-Rätsel“ und diskutiert mögliche Ursachen, unter anderem das Vorhandensein verschiedener Katecholamin-Rezeptoren in verschiedenen Tumorarten.

Das Team der Sportbiologen, darunter auch Dr Sabine Kesting, Peter Weeber, Jonas Haferanke und Anja Pfluger, widmet sich diesem Thema auch in der Praxis. Auf der einen Seite führen Sie Belastungsexperimente durch, um zu untersuchen, wie sich Katecholamin-Konzentrationen bei Kindern mit einer Krebserkrankung verhalten. Zum anderen stellen sie die Katecholamin-Effekte in verschiedenen Krebs-Zellkulturen nach. Die Ergebnisse dieser praktischen Untersuchungen sind sehr vielversprechend und werden ebenso in Kürze publiziert.

Authoren:
H. Wackerhage , J.F. Christensen, M. Ilmer, I. von Luettichau, B.W. Renz, and M. Schönfelder
Link to publication: https://doi.org/10.1016/j.trecan.2021.10.005