Deutscher Diversity-Tag

Auf Initiative des Vereins "Charta der Vielfalt e. V." findet jedes Jahr der Deutsche Diversity-Tag statt. Ziel ist es, mit zahlrechen Aktionen auf Vielfalt in der Gesellschaft und Arbeitswelt aufmerksam zu machen und diese zu fördern. Auch die TUM beteiligt sich seit einigen Jahren mit unterschiedlichen Aktionen an diesem Event.

9. Diversity-Tag 2021: Das sind wir! - Studierende stellen sich vor

Zum diesjährigen Diversitätstag plant die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften insbesondere die Studierenden und ihre Geschichten in den Fokus zu rücken. Die Aktion wird rund um den 18. Mai veröffentlicht.

Rückblicke auf vergangene Diversity-Tage

8. Diversity-Tag 2020: Erstes Diversity-Gespräch zum Thema "Trans*/Inter* – Welche Relevanz hat das Thema für Gesundheit, Studium und Alltag?"

Am 26. Mai 2020 wurde bundesweit der 8. Diversity Tag veranstaltet, der jedes Jahr von der Initiative „Charta der Vielfalt“ organisiert wird. Ziel dieser Veranstaltung ist es, ein Zeichen für Vielfalt und erfolgreiches Miteinander zu setzen. Die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften beteiligte sich dieses Jahr mit einem Diversity-Podcast zum Thema Trans* und Inter*. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Schnittstelle zwischen Trans*/Inter* und Gesundheit und der Frage, wie Toleranz gegenüber geschlechtlicher Vielfalt im Studienalltag umgesetzt werden kann. Zum Gespräch wurden eingeladen: Ann Kristin Augst der Uni Augsburg, die zu geschlechtsspezifischen Begriffe und Praktiken in Medizin und Gesundheitsversorgung forscht, und Severin Böhmer und Paul Oppenrieder, die Diversity- und Queer-Referenten der studentischen Vertretung der TUM. Der Podcast wurde von der Diversitätsbeauftragten Andrea Göttler moderiert.

Frau Augst leitete das Gespräch mit der Klärung der Begrifflichkeiten ein und bot einen Einblick in ihr Forschungsprojekt. In ihrer Dissertation betrachtet sie, die Bedarfe von trans* Personen oder Personen, die sich als nicht binär oder genderqueer bezeichnen würden, in der Medizin und im Gesundheitswesen, wo Geschlecht vorwiegend als binär gedacht wird. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Trans*- und Inter*-Personen auf verschiedenen Ebenen des Gesundheitssystems – angefangen mit Sprechstundenhilfen, Ärzt*innen bis hin zu Krankenkassen – mit Barrieren konfrontiert werden. Ann Kristin Augst erklärte, dies könne dazu führen, dass „die Leute, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, […] dann einfach versuchen, so wenig wie möglich zum Arzt zur Ärztin zu gehen“. Sie machte dabei auf strukturelle Hürden aufmerksam, die zum Beispiel beim Zugang zur gynäkologischen Versorgung von Trans* Personen entstehen können. Daher betonte Frau Augst die Bedeutsamkeit von Genderkompetenz – der Fähigkeit, relevante Geschlechtsaspekte zu erkennen, zu reflektieren und gleichstellungsorientiert zu handeln – besonders im Gesundheitswesen.

Auch im Universitätsalltag werden Herausforderungen sichtbar, wie sich im Gespräch mit dem Diversity- und Queer-Referat der studentischen Vertretung herausstellte. Das Referat setzt sich im Allgemeinen für die Anliegen der Studierenden ein und versucht mit Projekten und Aktionen – z.B. mit geschlechtsneutralen Toiletten – geschlechtliche Vielfalt besser in den Studienalltag zu integrieren. Während des Gesprächs wiesen sie unter anderem auf Herausforderungen bei der Namensänderung hin, die dazu führen können, dass sich die betroffene Person immer wieder outen muss.

Während des Gesprächs betonten alle Teilnehmer, dass die Sichtbarkeit geschlechtlicher Vielfalt stärker gefördert werden solle. Severin Böhmer erklärte: „Uns ist auch aufgefallen, dass häufig diskriminierende Aussagen nicht unbedingt diskriminierend gemeint sind, sondern dass häufig auch viel Unwissenheit dahintersteckt“. Über diese Themen aufzuklären, könnte demnach ein wichtiger Schritt in Richtung respektvollen Miteinanders darstellen, sowohl im Gesundheitswesen, im Universitätsleben als auch im Alltag. Insgesamt eröffnete der Podcast den Zuhörern die Möglichkeit, sich über Trans*- und Inter*-Personen zu informieren, damit verbundene Barrieren kennenzulernen und die Bedeutsamkeit von Genderkompetenz – nicht nur im Gesundheitswesen – nachzuvollziehen.

Das Diversity-Gespräch ist weiterhin als Download verfügbar.

7. Deutscher Diversity-Tag 2019: Workshop zu "Diversität im Studium und der Lehre"

Am 28. Mai 2019 wurde bundesweit der 7. Deutsche Diversity Tag veranstaltet. Dieser Tag wird jedes Jahr von der Unternehmensinitiative "Charta der Vielfalt" unter Leitung der Bundesregierung organisiert, um ein Zeichen für Vielfalt und erfolgreiches Miteinander zu setzen. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt, verpflichtet sich auch die TUM seit über 10 Jahren, eine Unternehmenskultur zu pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jedes Einzelnen geprägt ist und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Vorgesetzte wie Mitarbeiter*innen diese Werte erkennen, teilen und leben.

Die Fakultät beteiligte sich dieses Jahr am Diversity-Tag der Charta der Vielfalt und lud Studierende und Dozierende ein, sich über den positiven Umgang mit Diversität im Studien- und Lehralltag auszutauschen. In Zusammenarbeit mit ProLehre wurde ein Dialog zwischen Studierenden und Dozierenden angeboten, in dem die Dimensionen von Diversität betrachtet und reflektiert wurden. Ziel des Workshops war, Tipps und Methoden zur Gestaltung diversitätsgerechter Lehre kennenzulernen und umzusetzen.

Durch Inputvorträge und Gruppenarbeiten wurden unterschiedliche Charakteristiken von Diversität diskutiert. Die gemischten Gruppen, bestehend aus Studierenden, Promovierenden und Lehrenden, erörterten das Auftreten von Diversität im Lehralltag, sowie den Umgang mit Diversität im Hochschulalltag. Dazu wurden spezifische Situationen an der Fakultät präsentiert, die noch Verbesserungen im Umgang mit der Vielfalt der Studierenden erfordern. Zuletzt wurden diese Ausarbeitungen und weitere Impulse für diversitätsgerechtes Lehren und Lernen gemeinsam diskutiert.

Da in diesem Jahr Dozierende und Studierenden im Dialog miteinbezogen waren, konnten viele verschiedene Ideen zum Thema Diversität im Alltag gesammelt werden. Die Dimensionen im Studium und in der Lehre konnten dadurch umfassend erfasst und Lösungsansätze erarbeitet werden. In Zukunft soll diversitätsgerechtes Lehren noch mehr in den Studienalltag der Fakultät integriert werden.

Die Ergebnisse sowie weiterführende Links zu dem Thema finden Sie im Fotoprotokoll der Veranstaltung.

5. Diversity-Tag 2017 an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften

Am 30. Mai 2017 wurde bundesweit der 5. Deutsche Diversity Tag veranstaltet. Dieser Tag wird jedes Jahr von der Unternehmensinitiative „Charte der Vielfalt“ unter Leitung der Bundesregierung organisiert, um ein Zeichen für Vielfalt und erfolgreiches Miteinander zu setzen. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt, verpflichtet sich auch die TUM seit über 10 Jahren, eine Unternehmenskultur zu pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jedes Einzelnen geprägt ist und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Vorgesetzte wie Mitarbeiter*innen diese Werte erkennen, teilen und leben. Auch die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften beteiligte sich mit einer Fotoaktion am diesjährigen Diversity Tag. Am 29. und 30. Mai hatten die Studierenden und Mitarbeiter*innen der Fakultät die Möglichkeit, die Frage: „Vielfalt ist…?“ für sich zu beantworten und auf eine Papiersprechblase aufzuschreiben. Anschließend ließen sich die Teilnehmer*innen mit ihren Antworten fotografieren. Diese Aktion soll zeigen, was Vielfalt für jeden Einzelnen bedeutet und daran erinnern, dass ein vorurteilsloses Miteinander im Studien- und Arbeitsalltag wichtig ist.