Jana Zeh | B.Sc. Gesundheitswissenschaften

"Ich habe bereits als Jugendliche mehrere ehrenamtliche Projekte, wie eine Selbsthilfegruppe und ein Schulprojekt für Schüler und Lehrer im Bereich der seelischen Gesundheit gegründet, daher kam für mich das Studium der Gesundheitswissenschaften an der TUM auf jeden Fall in Frage."

Ich bin Jana, 21 Jahre alt, studiere im 6. Semester Gesundheitswissenschaften an der TU München und bin nebenberuflich selbstständig. Ich habe mich bereits als Jugendlicher mehrere ehrenamtliche Projekte, wie eine Selbsthilfegruppe und ein Schulprojekt für Schüler und Lehrer im Bereich der seelischen Gesundheit gegründet, daher kam für mich das Studium der Gesundheitswissenschaften an der TUM auf jeden Fall infrage. Ich hatte anfangs Zweifel, da das Studium einen großen Englischanteil hat, aber dies machte mir nach ein paar Semestern nur noch wenig aus. Bereits jetzt kann ich das Wissen aus meinem Studium sowohl innerhalb meiner Projekte als auch innerhalb der Tätigkeit in meiner eigenen Praxis umsetzen.

Aufgrund verschiedener chronischer Erkrankungen habe ich bereits ab dem zweiten Semester einen Teil des Studiums autodidaktisch studiert. Die Umstellung auf Online-Unterricht kam mir daher entgegen, da ich so an vielen Seminaren teilnehmen konnte, an denen eine Teilnahme in Präsenz schwieriger gewesen wäre. Leider ist der Online-Unterricht aber auch sehr anstrengend und erfordert wesentlich mehr Konzentration als der Präsenzunterricht. Ebenso sind auch Online-Prüfungen eine Herausforderung. Ich bin sehr froh, dass viele Dozierende versuchen, die Meetings so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Trotz der Nachteile sehe ich auch viele Chancen hinter der Umstellung auf digital - vor allem die dadurch gewonnene Flexibilität sehe ich als großen Vorteil. Im Privaten war das letzte Jahr auch herausfordernd: Zu Beginn bin ich mit den Maßnahmen sehr gut zurechtgekommen, doch umso länger diese Pandemie und umso länger die Einschränkungen bestehen, desto schwieriger wird es mit der gleichen Energie wie zuvor den Alltag zu meistern. Nachdem ich nie dieses typische Studentinnenleben hatte, fehlt mir das zum Glück nicht wirklich, aber gerade die Einschränkungen vieler gewohnten Hobbys und Kontakte setzten mir persönlich sehr zu. Schlussendlich versuche ich das Beste daraus zu machen und die entstandenen Chancen zu nutzen. Ich habe neue Hobbys für mich gefunden, hatte durch die gezwungene Auszeit viel Zeit die Tätigkeit in meiner Praxis auszubauen, mir einen Plan für den beruflichen Weg neben und nach dem Studium zu machen und konnte viele meiner Projekte vorantreiben.

In der Hoffnung, dass auch bald wieder Präsenzunterricht stattfinden darf, wünsche ich mir für den Studienalltag vor Ort, dass es für Personen wie mich, die öfter aufgrund von gesundheitlichen Gründen nicht am Präsenzstudium teilnehmen können, weiterhin die Möglichkeit geben wird, online an Vorlesungen teilzunehmen, um ihnen damit die Vereinbarkeit von Studium und Erkrankungen zu erleichtern.

 

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