Prof. Dr. Martin Halle neuer Präsident der „European Association of Preventive Cardiology” (EAPC)


Prof. Dr. Martin Halle, Ordinarius des Lehrstuhls für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin

Prof. Dr. Martin Halle, Ordinarius des Lehrstuhls für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, ist seit 1. September neuer Präsident der „European Association of Preventive Cardiology“ (EAPC), einer von sieben Sektionen der „European Society of Cardiology” (ESC). Bereits 2018 wurde er für die Amtsperiode 2020-2022 gewählt, seither fungierte er als „President-Elect”.

„Ich freue mich sehr, dass ich nach meiner bisherigen Funktion als ‚President-Elect‘ nun auch offiziell das Amt des Präsidenten der EAPC übernehmen darf“, erklärt Prof. Halle. „Mit meiner langjährigen Tätigkeit in Wissenschaft, Lehre und Forschung an der TU München konnte ich das Thema Präventive Kardiologie und Sportkardiologie in Deutschland entscheidend entwickeln. Nun möchte ich die Förderung von Spitzenleistungen in Forschung, Praxis, Ausbildung und Politik im Bereich der kardiovaskulären Gesundheit sowie der Primär- und Sekundärprävention innerhalb der EAPC voranbringen.“

Prof. Halle ist ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin an der Universitätsklinik Klinikum rechts der Isar der TUM. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf der Bedeutung von körperlichem Training bei Patienten mit Herzkreislaufrisikofaktoren, Herzinsuffizienz und nach Herzinfarkt sowie Übergewicht und Metabolischem Syndrom im Kindes- und Erwachsenenalter. Darüber hinaus untersucht er den Einfluss von Akutbelastungen wie Marathonlaufen auf Stoffwechsel, Immunsystem und Herzfunktion und initiiert vielfältige Präventionsinitiativen für die Bevölkerung.

Die ESC ist eine der größten und bedeutendsten medizinischen Fachgesellschaften weltweit. Sie dient dem wissenschaftlichen Austausch und der Qualitätssicherung der Aus- und Weiterbildung sowie der Erstellung aktueller Leitlinien im Fachgebiet der Kardiologie. Der ESC-Kongress, der Anfang September stattfand, ist der größte Kongress für Kardiologie. Bei der diesjährigen Tagung stellte Prof. Halle die aktuellen Leitlinien zur „Sportkardiologie“ zu Empfehlungen von körperlicher Aktivität und Sport bei Patienten mit Herzkreislauferkrankungen vor.

Die EAPC ist eine Gruppierung innerhalb der ESC mit über 3.500 Mitgliedern, die sich der Optimierung der Primär- und Sekundärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen widmet. Über 70 internationale Experten aus den Bereichen Epidemiologie, Bewegung, Rehabilitation und Sportkardiologie unterstützen den EAPC-Vorstand in Sektionen sowie Ausschüssen.

Für seine Präsidentschaft hat Prof. Halle folgende Schwerpunktthemen gesetzt:

  • Risikofaktoren: Verbesserte Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren (z. B. Diabetes, Fettstoffwechselstörungen) durch eine optimale Kombination aus Lebensstilintervention und pharmakologischer Therapie.
  • Ernährung: Stärkung des Themas im Rahmen der ESC- und EAPC-Kongresse und Weiterbildung, Erstellung von Guidelines zum Thema Ernährung (in Prävention, Rehabilitation und Sportkardiologie) und Umsetzung in der Bevölkerung.
  • Kindergesundheit: Schwerpunktsetzung in den Themen Adipositas und angeborene Herzerkrankungen im Kindesalter als wichtiges Präventionsthema in der Kardiologie.
  • Entwicklung einer Implementierungsstrategie: Das seit 2007 in Bayern erfolgreich durchgeführte Gesundheitsprojekt „Lauf 10!" soll europaweit eingeführt und etabliert werden („Walk10!“).
  • „Sportkardiologie/Präventive Kardiologie" soll europaweit als Zusatzqualifikation etabliert werden.

 

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Kontakt:

Prof. Dr. Martin Halle
Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin
Georg-Brauchle-Ring 56 (Campus C)
80992 München

Tel.: 089 289 24441
E-Mail: sportmed(at)mri.tum.de


Text: Romy Schwaiger
Foto: Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin