Baustellenführung durch den Neubau am TUM Campus im Olympiapark


Im Eingangsbereich des neuen TUM Campus im Olympiapark schildert Geschäftsführer Dr. Till Lorenzen (2. v. l.) den Teilnehmern der Baustellenführung die Baumaßnahmen

Der Neubau der Vierfachhalle befindet sich derzeit bereits in den Endzügen

Unterhalb des auskragenden Vordaches aus Holz wird es in Zukunft verschiedene Aufenthaltsbereiche für Studierende, aber auch TUM-Mitarbeiter geben

Geschäftsführer Dr. Lorenzen (5. v. l.) schildert den Teilnehmern, wie die beiden Räume im Erdgeschoss des Südteils in Zukunft multiflexibel genutzt werden können

Von der neuen Cafeteria (links) hat man in Zukunft einen direkten Blick in die Vierfachhalle (rechts)

In der neuen Geräteturnhalle auf der Ostseite werden die Sportgeräte wettkampftauglich sein, weshalb diese während der "European Championships" 2022, die in München stattfinden, voraussichtlich zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt werden kann

Wie entwickelt sich der Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften (SG) und des Zentralen Hochschulsports (ZHS) am TUM Campus im Olympiapark? Bis wann ist mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zu rechnen? Diese und weitere Fragen beantwortete Dr. Till Lorenzen, Geschäftsführer der Fakultät SG, Ende Januar bei einer der regelmäßigen Baustellenführung.

Am 16. Mai 2018 fand die feierliche Grundsteinlegung des Neubaus statt, der nach einem Entwurf des Bregenzer Architekturbüros Dietrich Untertrifaller Architekten mit Balliana Schubert Landschaftsarchitekten errichtet wird. Nach Fertigstellung wird das Gebäude 42.204 Quadratmeter Grundfläche, 300 Büros, 15 Diagnostikräume, 14 Sporthallen, zwölf Hörsäle sowie fünf Werkstätten umfassen. Der Freistaat Bayern investiert dafür insgesamt rund 163 Mio. Euro.

Im Mai 2019 wurde das Richtfest für den ersten Bauabschnitt gefeiert, acht Monate später wird nun bereits der Innenausbau der einzelnen Gebäudeteile vorangetrieben. An der Westseite wurde das 18 Meter auskragende Vordach aus Holz bereits montiert, auch die stützenden Gerüstteile konnten mittlerweile entfernt werden. „Dieses Vordach ist ein absolutes Highlight, es wurde in dieser Form noch nie gebaut“, erklärt Dr. Lorenzen. „Das Einsetzen der einzelnen Konstruktionsteile war eine Millimeter-Arbeit und auch statisch gesehen eine echte Herausforderung. Im Dach selbst sind Öffnungen vorgesehen, die derzeit noch mit Sperrholzplatten abgedeckt sind. Diese werden nun nach und nach entfernt und mit Glas ersetzt. So wird unterhalb des Dachs eine gewisse Helligkeit geschaffen.“ Vor allem für Studierende, aber auch für Mitarbeiter der Lehrstühle und Forschungseinrichtungen, wird es zukünftig unterhalb des Vordachs und in der neuen Cafeteria verschiedene Aufenthaltsbereiche geben.

Herzstück der neuen Anlage ist die sogenannte „Rue Interieur“, die einen langen Gang vom Haupteingang auf der Ostseite mit ständig besetzter Pforte bis zum Hinterausgang an der Westseite bildet und sämtliche Gebäudeteile miteinander verbindet. Entlang dieser „Rue Interieur“ werden Besucher einen Einblick in alle Hallen, Hörsäle und die verglasten Seminarräume erhalten. Zwischen den Büroriegeln, die im folgenden Bauabschnitt errichtet werden, werden sich sechs begrünte Innenhöfe befinden. Hervorzuheben ist auch der neue Hörsaal mit rund 500 Sitzplätzen, der zukünftig für Vorlesungen, aber auch Veranstaltungen wie die Absolvia oder Kongresse genutzt werden kann. Rund um das Gebäude sind zahlreiche Fahrradstellplätze geplant, im Süden werden sich nach Fertigstellung der Baumaßnahmen die Zufahrt sowie der Mitarbeiterparkplatz befinden.

Mit 14 Sporthallen wird es in Zukunft zwei mehr geben als im Altbau. Neu sind eine Diagnostikhalle sowie ein kleiner Gesundheitsraum. Sämtliche Hallen werden mit akustisch wirksamen Paneelen ausgekleidet. Diese werden vor allem für diejenigen Mitarbeiter eine deutliche Erleichterung schaffen, die sich vornehmlich für Unterrichtseinheiten in den Hallen befinden, da der Schall durch die Paneele besser absorbiert wird. Die größte Ausfertigung wird eine Vierfachhalle mit 68 Metern Länge und 27 Metern Breite sein, die unter anderem einen 60 Meter langen Sprintflur sowie eine Weitsprunggrube enthalten wird. Sie steht bereits kurz vor der Fertigstellung. Derzeit fehlen noch die Abtrennfolien für die einzelnen Hallenteile und der Sporthallenboden.

„Eine Besonderheit der neuen Geräteturnhalle auf der Ostseite wird sein, dass alle Sportgeräte wettkampftauglich sind“, freut sich der Geschäftsführer der Fakultät SG. Zu den „European Championships“, die im August 2022 in München ausgetragen werden, soll diese voraussichtlich zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt werden. Ein Highlight der Halle wird eine Schnitzelgrube mit Schaumstoffschnitzeln sein, die Verletzungen beim Sturz von Geräten verhindern soll.

Im Rundgang wies Dr. Lorenzen mehrfach auf die großen Fensterbänder in allen Hallen hin: „Dadurch werden diese lichtdurchflutet. Zudem wird man schon am Haupteingang vom Olympiadorf kommend über die noch zu bauende Zugangsbrücke erste Einblicke in die Hallen bekommen, bevor man überhaupt das Gebäude betreten hat.“ Damit Unterrichtseinheiten nicht gestört werden, wird man die Fensterbänder jedoch mit Vorhängen zuziehen können.

Auf der Südseite des Gebäudes entstehen im Erdgeschoss zwei helle Räume mit Parkettboden, die multiflexibel genutzt werden können. Weiterhin wird es einen neuen Fitnessbereich geben, der sich auf zwei Ebenen erstrecken und unter anderem einen eigenen Spinning-Bereich beinhalten wird.

Der jetzige Bauabschnitt soll voraussichtlich zum Sommersemester 2021 fertiggestellt werden, anschließend folgt ein weiterer Bauabschnitt mit den Büroräumlichkeiten. Die Außenanlagen mit neuem Leichtathletikstadion, Fitness-Parcous sowie Outdoor-Kletteranlage werden voraussichtlich 2023 in Betrieb genommen. „Vor allem der neue Kletterfelsen mit Boulderwand wird spektakulär und ein echtes Wahrzeichen für den TUM Campus im Olympiapark“, verspricht Dr. Lorenzen.

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E-Mail: dekanat.sg(at)tum.de

Text & Fotos: Romy Schwaiger