"PAKT an"

Forschungskooperation

Das Projekt "PAKT an" findet in einer Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie (Dr. Thorsten Schulz), der Professur für Sport- und Gesundheitsdidaktik (Prof. Dr. Filip Mess), dem Präventionszentrum der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM sowie dem Bezirksverband Oberbayern der Arbeiterwohlfahrt (AWO) statt.

Inhalt des Projekts

Mit „PAKT an“ soll ab März 2020 in Kindertagesstätten (KiTas) der AWO Oberbayern die gesundheitliche Chancenungleichheit von Kindern bis zwölf Jahren reduziert und physische Aktivität altersgerecht unterstützt werden. Dafür wurden mit den KiTas Puchheim, Penzberg sowie Unterföhring drei Einrichtungen der AWO im Umkreis München ausgewählt, in denen je nach Standort die vier zentralen Lebenslagendimensionen (materiell, sozial, gesundheitlich, kulturell) der Kinder unterschiedlich stark ausgeprägt sind, was deren Lebenssituationen maßgeblich beeinflusst.

In den drei KiTas werden insgesamt 267 Kinder im Alter zwischen ein und zwölf Jahren unterschiedlicher Nationalitäten betreut. Viele der Kinder besitzen einen Migrationshintergrund oder haben sogar Fluchterfahrung machen müssen. Einige Kinder haben eine Behinderung oder sind davon bedroht. Teilweise leben die Familien in Hochhäusern mit beengten Wohnverhältnissen und belastenden Wohnumwelten.

Ziel des Projekts

Das Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, die bestehenden Ungleichheiten von Kindern in den beiden Lebenslagendimensionen sozial und gesundheitlich durch spezifische Interventionen in der Lebenswelt KiTa zu reduzieren, um so die Lebenssituationen und Zukunftschancen dieser Kinder nachhaltig zu verbessern. Es sollen Spiel- und Bewegungsprogramme mit vielen interagierenden und kommunikativen Anteilen entwickelt werden – mit der Absicht, verschiedene Entwicklungsdimensionen der Kinder zu beeinflussen. Die Kinder sollen dadurch mehr Optionen bekommen, sich zu bewegen.

Ablauf des Projekts

Das Besondere am Projekt ist, dass in drei Stufen getestet wird. Zuerst wird eine Bestandsanalyse in den drei Einrichtungen durchgeführt, um anschließend spezifische Maßnahmen zu entwickeln, die vor allem der Reduktion gesundheitlicher Ungleichheiten dienen sollen. Nach der ersten Umsetzung der Maßnahmen findet dann eine Zwischenevaluation statt, woraufhin gegebenenfalls die Intervention angepasst werden soll. Am Ende werden noch einmal die Ausgangstests durchgeführt. Nach der Implementierung der Maßnahmen werden diese abschließend ausgewertet.

Das Konzept soll mit einem partizipativen Ansatz (intervention mapping approach) umgesetzt werden, so dass alle Personengruppen im Umfeld der Kinder eingebunden werden sollen. Dazu gehören die Eltern, aber auch die Erzieherinnen und Erzieher bzw. das Personal der KiTas, die entsprechend geschult werden sollen, um die Maßnahmen nach Abschluss des Projektes eigenständig fortsetzen zu können. Dadurch soll die nachhaltige Sicherung der aufgebauten gesundheitsförderlichen Strukturen innerhalb der Einrichtungen gewährleistet werden.