Über Uns

Die Professur für Gesundheitskompetenz wurde im November 2021 als W2 Tenur Track an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München neu gegründet. Die Professur für Gesundheitskompetenz ist international ausgerichtet und verfolgt dabei einen interdisziplinären Forschungsansatz. Die Leitung der Professur liegt bei Prof. Okan, der sie derzeit aufbaut.

Gesundheitskompetenzforschung an der Professur für Gesundheitskompetenz schließt sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung ein und bezieht sich auf die Erziehungswissenschaft, Public Health, Medizin, Psychologie und Sozialwissenschaften. Basierend auf einer Lebensverlaufsperspektive sind die primären Zielgruppen der Forschung Kinder, Jugendliche und Familien mit einem besonderen Fokus auf Schule, Bildung und Sozialisation (wie z. B. im HLCA-Forschungsverbund). Wo es jedoch nötig erscheint und von wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse ist, werden auch verschiedene erwachsene Bevölkerungsgruppen in Studien fokussiert (wie z. B. in den Projekten HL-Covid und HLS-Covid-19). Der Forschungsschwerpunkt Gesundheitskompetenz im Bildungsbereich und der Schule ist ein noch relativ neuer Forschungsbereich und zielt neben der Stärkung der Gesundheitskompetenz von Schülerinnen und Schülern auch auf die digitale- und Medienbildung sowie die Gesundheitskompetenz von Lehrkräften, Schulleitungen und Akteur:innen im Schulumfeld ab (wie z. B im Projekt GeKoOrg-Schule, der Covid-HL Schulleitungsstudie und der Allianz Gesundheitskompetenz und Schule). Auch gesundheits- und bildungspolitische Analysen sind für die Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter von Relevanz und werden z. B. im Projekt PMOpolicy untersucht.

Die Hauptziele sind (a) die Förderung der interdisziplinären Forschung zur Gesundheitskompetenz, (b) die Weiterentwicklung der Gesundheitskompetenzforschung, (c) die Etablierung der Gesundheitskompetenz als wichtiges Thema der schulischen Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitserziehung und (d) die Generierung von Evidenz, um den Transfer von der Wissenschaft in die Praxis und in die Politik zu unterstützen. Diese Themen werden insbesondere auch durch Nachwuchswissenschaftler:innen mit bearbeitet, weswegen (e) die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein weiteres wichtiges Ziel im Forschungsprogramm der Professur für Gesundheitskompetenz ist. Das Forschungsprogramm besteht in den ersten Jahren aus den folgenden Säulen:

1.     Theorie-, Konzept- und Methodenentwicklung,

2.     Entwicklung, Implementierung und Evaluierung von Interventionen,

3.     Längsschnittforschung und Lebensverlaufsansätze.

Der methodische Forschungsansatz wird qualitative, quantitative und Mixed-Methods umfassen. Gesundheitskompetenz wird dabei in Theorien der Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitskommunikation eingebettet und ein wesentlicher Fokus wird auf Digitalisierung und digitaler Transformation liegen. Soziale Ungleichheiten in der Gesundheit, Partizipation, Vielfalt und Inklusion stellen wichtige Querschnittsthemen dar und werden herangezogen, wenn sie für bestimmte Forschungsprojekte oder -fragestellungen notwendig und anwendbar sind. Die Erforschung der Gesundheitskompetenz wird mehrere Dimensionen des Konzepts umfassen, darunter die digitale Gesundheitskompetenz, die mentale Gesundheitskompetenz und ferner auch die Ernährungs-, Bewegungs- und insbesondere die Social-Media-Kompetenz sowie die kritische Gesundheitskompetenz.

Das Forschungsprogramm wird ergänzt durch Capacity Building, Forschungskooperationen, Networking und Internationalisierungsstrategien. Dies schließt regionale, nationale und internationale Drittmittelanträge ein.