Diversität in der Forschung

Auszeichnung für gender- und diversitätsbezogene Abschlussarbeiten

Um das Thema Diversität in all seinen Facetten und Dimensionen, insbesondere in Zusammenhang mit den Themen Sport und Gesundheit, wissenschaftlich zu stärken und einer breiteren Öffentlichkeit in der Wissenschaft und darüber hinaus bekannt zu machen, wird an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften jährlich der „Diversitätspreis“ für diversitätsbezogene wissenschaftliche Abschlussarbeiten ausgeschrieben.

Durch diesen Preis betont die Fakultät die gesamtgesellschaftliche Relevanz des Themenkomplexes und schafft gleichzeitig einen Anreiz für weitere thematisch einschlägige Forschungsarbeiten. Ausgezeichnet werden sehr gute Abschlussarbeiten der Studierenden der Fakultät SG. Zugelassen werden Bachelor-, Master- und Zulassungsarbeiten sowie Promotionsarbeiten gemäß dem wissenschaftlichen Qualifikationsniveau.

Preisträger*innen des Diversitätspreises

Promotionsarbeiten

  • Bertmann, Isabella (2018): Taking Well-Being and Quality of Life for Granted? An Empirical Study on Social Protection and Disability in South Africa
  • Goll, Maren (2017): Paralympic Alpine Skiing Sitting Class – Anforderungsprofil auf Basis der zugrundeliegenden Stoffwechselprozesse und muskulären Aspekte
  • Kern, Claudia (2015): Entwicklung eines therapeutischen Kletterprogramms und Evaluation seiner Effekte auf Personen mit Multipler Sklerose
  • Dobusch, Laura (2015): Diversity Limited – Inklusion, Exklusion und Strategien der Grenzziehung mittels Praktiken des Diversity Management

Masterarbeiten

  • Amiesimaka, Obreniokibo (2020): "Nigeria is projected to be the third most populous country... by 2050": Family Planning and Reproductive Health in Nigeria.
  • Boriss, Monika (2019): Interkulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten der motorischen Leistungsfähigkeit und der allgemeinen körperlichen Aktivität – Eine kulturvergleichende Studie am Beispiel Kenias und Deutschlands.
  • Malke, Carolin (2019): Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindergartenkindern in einer südafrikanischen Gemeinde – Die Sicht der Kinder und ihrer Bezugspersonen.
  • Waldher, Eva (2017): Sport und Entwicklung als "Dream-Team"? Realität und Potentiale des Sportunterrichts an der Desturi Academy in Kenia.
  • Rajcsanyi, Veronika (2016): Skateboarden als Förderung der selbstwahrgenommenen Kompetenz am Beispiel des Modellprojektes von HIGH FIVE e.V.

Zulassungsarbeiten

  • Sattler, Janina (2018): Karbonfederprothesen – Sollten Sportler mit transtibialen Amputationen zu Sprint- und Weitsprungwettkämpfen für Sportler ohne Behinderung zugelassen werden?

Bachelorarbeiten

  • Eisenacher, Mara (2020): Auswirkungen der Teilnahme an den Special Olympics auf die soziale Inklusion von Athleten und Athletinnen.
  • Rogge, Nadine (2020): Kind oder Karriere? Die Vereinbarkeitsproblematik von Familie und Beruf Wünsche und Vorstellungen angehen-der Akademikerinnen und ihre Anforderungen an ihren zukünftigen Arbeitgeber.
  • Weinmann, Sandra (2020): Brustkrebs bei weiblichen Flugbegleitern – die Bedeutung der beruflichen Exposition. Ein systematischer Literaturreview.
  • Hossaini, Jihad (2019): Über die Lebensqualität von Menschen mit Lernschwierigkeiten
  • Löw, Michael (2019): Prävention und Gesundheitsförderung bei Menschen mit Hörschädigung
  • Grupe, Julia Magdalena (2018): Der Krankenstand 2016 der Diakonie Hasenbergl e. V. - Planungsgrundlage für die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements?
  • Scheuermann, Hanna (2016): Einfluss der kardialen Belastung auf die Trefferquote in Ligaspielen des Rollstuhlbasketballs
  • Standecker, Andrea (2015): Die Ausarbeitung von Lehrmodulen für Special Olympics Deutschland – dargestellt am Beispiel von Healthy Athletes®

Aktuelle Forschungsprojekte

Die wissenschaftliche Auseinandereinsetzung mit dem Thema Diversität an den Schnittstellen Sport, Gesundheit und Sozialem ist ein Schwerpunkt der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften. Neben der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung gibt es innerhalb der Fakultät SG Forschungsprojekte unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachrichtungen zum Thema Diversität bzw. deren einzelnen Dimensionen.

Bestform. Sport kennt kein Alter

Bewegungsmangel im Alter ist die maßgebliche Ursache für Stürze, Bettlägerigkeit und soziale Isolation. Ein individuelles körperliches Training hilft, Mobilität, Lebensqualität und seelische Gesundheit zu verbessern. Mit der neuen wissenschaftlichen Längsschnittstudie „bestform. Sport kennt kein Alter“ soll ein ganzheitliches Programm für körperliches Training in Senioreneinrichtungen erarbeitet werden.

CaRe∙source: Langzeitpflege gestalten, Gesundheit fördern, Menschen befähigen

"Die Lebens- und Arbeitswelt Pflegeheim gesünder und freudvoller gestalten", diesem Ziel hat sich das Modellprojekt CaRe∙source vor dem Hintergrund des Leitfadens für Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen (nach § 5 SGB XI) und des Pflegestärkungsgesetzes verschrieben. Aktuell liegt der Anteil der Bewohner*innen mit demenziellen Erkrankungen in deutschen Pflegeheimen bei etwa 80%. Gleichzeitig sind evidenzbasierte Maßnahmen und Strategien zur Gesundheitsförderung dieser speziellen Zielgruppe kaum vorhanden. Diese Situation greift das Projekt auf und setzt einen speziellen Fokus auf Menschen mit Demenz. Mit ressourcenorientierten Ansätzen und unter aktiver Beteiligung der Zielgruppe werden in sechs Pflegeeinrichtungen im Großraum München verhaltens- und verhältnisorientierte Maßnahmen zur Stärkung kognitiver, körperlicher und psychosozialer Ressourcen entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Darüber hinaus wird ein bereits erfolgreich erprobtes Bewegungsprogramm speziell für Menschen mit Demenz durchgeführt. Parallel dazu wird die Mitarbeitendengesundheit adressiert, mit dem Ziel, Pflegende dazu zu befähigen, ihre Beanspruchungen zu reduzieren und Gesundheitsressourcen zu fördern. Hier wird der Schwerpunkt auf die Stärkung von gesundheitsförderlichen Strukturen gelegt, um die Arbeitswelt Pflegeheim gesünder und freudvoller zu gestalten.

EventRights

Kooperation: Coventry University (UK), University of the West of Scotland (UK), North Carolina State University (USA), University of Gothenburg (Schweden), University of Ottawa (Kanada), University of Peloponnese (Griechenland), Waseda University (Japan)

Das EU-finanzierte Projekt EventRights untersucht und erforscht, inwieweit Sportgroßveranstaltungen dazu beitragen können, eine fortschrittliche, rechtebasierte Agenda zu etablieren, die für die Organisationen und Regierungen in den ausrichtenden Ländern von Veranstaltungen verbindlich ist. Zudem soll untersucht werden, wie diese Strukturen formal institutionalisiert werden können. Es werden Empfehlungen entwickelt, wie organisierende Komitees von Sportgroßveranstaltungen, Veranstaltungen vergebende Organe und Staaten zur Gleichberechtigung, zu Diversität und zu einem erweiterten Dialog in der Planung, Lieferung und der rechtlichen Legitimierung des Events beitragen können.

fit4future

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Zentrum für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie
  • Förderung: DAK-Gesundheit
  • Laufzeit: seit 2016
  • Kooperation: Die Schulinitiative fit4future powered by DAK-Gesundheit wird in Kooperation mit der planero GmbH und der Cleven-Stiftung Deutschland durchgeführt und von der DAK-Gesundheit inhaltlich erweitert und finanziell unterstützt.

Seit über zehn Jahren führt die Cleven-Stiftung in der Schweiz und in Deutschland das Präventionsprogramm fit4future in Grund- und Förderschulen durch, welches Kinder durch zusätzliche Bewegungsangebote und eine gesunde Ernährung in ihrer Entwicklung fördern will. Die bisherigen Materialien zu den Bereichen Bewegung und Ernährung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte wurden ergänzt und um den Baustein „Brainfitness und Stressbewältigung“ erweitert. Zusätzlich wurden im Bereich „Verhältnisprävention / System Schule“ verschiedene Module entwickelt, die Schulen bei der Umsetzung eines nachhaltigen Gesundheitsförderungsprozesses unterstützen sollen.

JuvenTUM

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Zentrum für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie
  • Förderung: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
  • Laufzeit: laufend
  • Kooperation: BMW BKK, Umsetzung an vier Schulen im Raum Dingolfing

Gesundheit und Wohlbefinden sind wesentliche Grundlagen für erfolgreiches Lernen. Jugend, Vitalität und Entwicklungsförderung sind daher die zentralen Inhalte des schulbasierten Präventionsprojekts JuvenTUM. Ziel des Programms ist, die körperliche Aktivität und Fitness der Schüler*innen zu verbessern und den Anteil übergewichtiger Kinder zu reduzieren.

Kardiovaskuläres Screening am Deutschen Herzzentrum München

Die Studie ermöglicht Patient*innen zusätzlich zu ihren regelmäßigen ambulanten Routineuntersuchungen die Durchführung einer Untersuchung, welche entscheidende Risikofaktoren möglicher Gefäßerkrankungen analysiert. Dabei werden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und/oder Adipositas erfasst und in Relation zur Normalbevölkerung gesetzt. Eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader und eine Aktivitätsmessung über eine Woche mit Wearables runden das umfassende kardiovaskuläre Screening ab. Auf Grund dieser Datenlage kann über die Notwendigkeit weiterer Screeningmethoden entschieden werden, um sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenserwartung von Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler zu verbessern.

LIBRE-Studie – Lebensstil Intervention bei Frauen mit erblichem Brustkrebsrisiko

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Zentrum für Präventive Sportmedizin und Sportkardiologie
  • Förderung: Deutsche Krebshilfe
  • Laufzeit: 2013-2021
  • Kooperation: 15 interdisziplinäre, universitäre Zentren des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, Selbsthilfegruppe für familiären Brust- und Eierstockkrebs.

In der LIBRE-Studie wird überprüft, ob bei Frauen mit erblicher Veranlagung für Brust- und Eierstockkrebs durch eine Lebensstil-Umstellung (z.B. mehr körperliche Aktivität, gesunde Ernährung) das Auftreten des Krebses reduziert oder verhindert werden kann.

One hour a week brings mobility power and speed! – Eine webbasierte Trainingsintervention für Kinder und Jugendliche mit angeborenem Herzfehler

Für vulnerable Zielgruppen fehlt es weiterhin an spezifischen Sport Apps, da diese zu klein und kommerziell damit uninteressant für App-Entwickler sind. Aus diesem Grund untersucht der Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum München, ob eine solche webbasierte Intervention bei Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler zu einer Verbesserung der sportmotorischen Defizite beitragen kann.

ROSI – Randomisierte Studie zur Verbesserung der Teilnahme von Nichtteilnehmerinnen am Zervixkarzinom-Screening

  • Leitung: Lehrstuhl für Epidemiologie
  • Förderung: Deutsche Krebshilfe (DKH)
  • Laufzeit: 3 Jahre
  • Kooperation: Krankenkassen

Ab Januar 2020 wird es in Deutschland ein organisiertes Programm zur Prävention des Zervixkarzinoms geben. Alle Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren werden alle fünf Jahre von ihrer Krankenkasse ein Informationsschreiben über das Gebärmutterhalskrebs-Screening erhalten. Ziel dieser randomisierten Studie ist es, zu überprüfen, ob das Versenden von zusätzlichen Erinnerungsschreiben an Frauen, die in den letzten fünf Jahren nicht am Screening teilgenommen haben, die Teilnahme am Zervixkarzinom-Screening verbessern kann. Weiterhin wird untersucht, ob es ein akzeptabler und effektiver Ansatz ist, Frauen die Möglichkeit zu geben, mit Hilfe eines Selbstentnahme-Kit zuhause einen Selbstabstrich durchzuführen und per Post zurückzusenden, um auch Frauen, die nicht zum Gynäkologen gehen, eine Teilnahme am Screening zu ermöglichen.

Strong Minds

Kurzbeschreibung: Umsetzung und Datenerhebung der neuen Gesundheitsdisziplin Strong Minds des Healthy Athletes Programmes erfolgt beispielsweise auf den Nationalen Special Olympics Sommerspielen in Kiel sowie aktuell auf den Winterspielen Special Olympics Bayern 2019 in Reit im Winkl. Ziel des Programmes ist es, ein Bewusstsein für positiven und negativen Stress zu bilden, sowie verschiedene Stressbewältigungsstrategien auszuprobieren und zu erkennen, welche individuellen Maßnahmen einem helfen, um so zu einer inneren Stärke sowohl in Wettkampfsituationen als auch im Alltag zu gelangen. Zehn Studierende aus dem Seminar „Inklusive Settings in der Hochschullehre“ hatten die Möglichkeit, als Volunteers, Athletinnen und Athleten kennenzulernen und zu schulen sowie deren Können, Bedürfnisse und Emotionen im Sport zu erleben sowie Erfahrungen in inklusiven Schulungssituationen zu sammeln.

Sport in der Kinderonkologie

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie
  • Kooperation: Kinderklinik München Schwabing (Abteilung für pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation; Leitung PD Dr. med. Irene Teichert-von Lüttichau)

Im Rahmen onkologischer Erkrankungen kommt es häufig zu einem deutlichen Rückgang körperlicher Aktivität. Diesem Bewegungsmangel will das Projekt Sport in der Kinderonkologie entgegenwirken. Hierzu wird krebskranken Kindern und Jugendlichen bereits während ihrer stationären und teilstationären Behandlung ein an die Belastbarkeit angepasstes Bewegungsprogramm angeboten, das auch im Anschluss an die Therapie in der Nachsorgephase ambulant weitergeführt werden soll. In einem Kooperationsprojekt soll das Bewegungsangebot im klinischen Setting etabliert werden. Außerdem sollen seine Auswirkungen auf die bewegungsbezogenen Aktivitäten des täglichen Lebens, die Sportmotorik und die Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen wissenschaftlich untersucht werden.

Überprüfung und Beurteilung der Funktion und Gelenkbelastung von jungen Rheumapatient*innen bei Alltagsbewegungen wie Gehen, Laufen, Springen und Kniebeugen

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Biomechanik im Sport
  • Förderung: Doktor Melitta Berkemann Stiftung
  • Laufzeit: 01.11.2018 – 30.06.2021

Objektive Überprüfung der Gelenkbewegung und Gelenkbelastung bei Alltagsbewegungen und der Sporttauglichkeit von medizinisch gut kontrollierten Patient*innen mit einer juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA). Ziel ist die Reduktion langfristiger Folgen von Funktionseinschränkungen und körperlicher Inaktivität bei JIA-Patient*innen, damit eine altersentsprechende Lebensqualität und Teilhabe erreicht werden kann.

Verbundprojekt Stellenwert der Bewegungsdiagnostik zur Förderung früher körperlicher und sportlicher Aktivität bei Kinderrheuma

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Biomechanik im Sport
  • Förderung: Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
  • Laufzeit: 01.02.2019 – 31.01.2023
  • Kooperationspartner: Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie, Garmisch-Partenkirchen, aQua-Institut für angewandte Qualitätsforschung, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (u.a.)

In der Versorgung von Kindern/Jugendlichen (6 – 16 Jahre) mit Juveniler Idiopathischer Arthritis (JIA, auch Kinderrheuma) herrscht gegenwärtig Unsicherheit über den geeigneten Einsatz der Methoden zur funktionellen Diagnostik und Beratung hinsichtlich der Sportteilnahme. Dies führt bei einem Teil der Patienten zur körperlichen Inaktivität und langfristigen Funktionsdefiziten. Projektziel ist die Evaluierung der Kriterien für den Einsatz geeigneter Methoden zur funktionellen Diagnostik mit Sportberatung.

WoGe – Wohlbefinden Gestalten

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Lehrstuhl für Diversitätssoziologie
  • Laufzeit: 6/2019 – 6/2020
  • Kooperation: kbo Kinderzentrum der Klinik Großhadern

Das kbo Kinderzentrum der Klinik Großhadern soll ab dem Jahr 2020 umgebaut werden. Hierzu führen der Lehrstuhl für Diversitätssoziologie und der Lehrstuhl für Sozialpädiatrie (Prof. Dr. Mall) unter der Leitung von Dr. Payam das Projekt „Wohlbefinden Gestalten“ (WoGe) durch, das das Ziel verfolgt, mit neuartigen qualitativen Methoden ein Meinungsbild der Patienten (Kinder und Jugendliche) und Eltern einzuholen bezüglich der Gestaltung ihrer Umgebung (insbesondere der Patientenzimmer). Durchgeführt wird die Studie von einem Masteranden der Sport- & Gesundheitswissenschaften.

Abgeschlossene Forschungsprojekte der wissenschaftlichen Einrichtungen

Eine Übersicht der abgeschlossenen und laufenden Projekten finden Sie in den jährlichen Diversitätsberichten.

Angewandte Sportwissenschaft

Skirennsport für Menschen mit Behinderung

  • Förderung: Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)
  • Laufzeit: 2001-2018
  • Kooperation: Deutscher Behindertensportverband 

Seit 2001 erfolgen eine kontinuierliche trainingswissenschaftliche Betreuung des Deutschen Paralympics Skiteams alpin und eine entsprechende Forschung im Bereich Skirennsport für Menschen mit Behinderung.

Dazugehörige Forschungsprojekte:

  • Analyse von Fahrlinien, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen mittels GPS- und Inertialsensoren im paralympischen Skirennsport
  • Optimierung und systematische Anpassung der Dämpfereinstellungen im paralympischen Monoskisport

Biomechanik im Sport

Die Professur für Biomechanik setzt den Fokus auf biomechanische Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen mit der chronischen Erkrankung Juvenile Idiopathische Arthritis (JIA; Kinderrheuma). Seit über 12 Jahren besteht eine Kooperation mit der Kinderklinik gGmbH / Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie, Garmisch-Partenkirchen. Derzeit werden folgende Projekte durchgeführt:

Biomechanische Bewegungsanalyse bei Kindern und Jugendlichen mit rheumatischen Erkrankungen

  • Förderung: Deutsche Kinderrheuma-Stiftung
  • Laufzeit: Juli 2018 – Dezember 2018
  • Kooperation: Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie, Garmisch-Partenkirchen

The aim of the PhD project is to quantify relieving postures and restrictions in movement of JIA patients with a 3d-motion analysis system. The results of this project are an important part in the general purpose to validate and optimise the therapy for JIA patients and to develop rheumatism adapted therapy concepts including sports programs.

Diversitätssoziologie

SIM – Socio-Economic Integration of Migrants

  • Förderung: Freie Universität Bozen, Italien
  • Laufzeit: April – September 2019
  • Kooperation: Freie Universität Bozen

Das Projekt ist Teil eines größeren Forschungsverbundes zur sozioökonomischen Integration von Migrant*innen, welcher von Prof. Dr. Susanne Elsen (Freie Universität Bozen) geleitet wird. Im Rahmen von "SIM" wurde eine Studie zu Migrantinnenselbstorganisationen in Bayern (München und Nürnberg) durchgeführt in der durch qualitative Interviews Daten zu den Voraussetzungen, Schwierigkeiten, Anforderungen und Rahmenbedingungen für erfolgreiche Selbstorganisation von Migrantinnen im Sinne eines Empowerment-Ansatzes erhoben. Abschließend wurden Best Practices identifiziert und deren Übertragbarkeit auf das Fallbeispiel Südtirol geprüft.

Dis[cover]ability & Indicators for Inclusion

  • Förderung: Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik
  • Laufzeit: 2015 – 2020
  • Kooperation: Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik

„Dis[cover]ability & Indicators for Inclusion“ – Verfolgen eines „Twin-Track Approach“ im Rahmen von Grundlagenforschung: Zum einen wird der Blick auf die sozio-materiellen Barrieren gerichtet, mit denen Menschen mit Beeinträchtigungen konfrontiert sind. Dadurch werden gesellschaftliche Handlungsspielräume und Zugänge identifiziert, die die gegenwärtig oftmals segregierenden und/oder exkludierenden Institutionen im Umgang mit Beeinträchtigung/Behinderung wirkungsvoll aufbrechen können. Zum anderen liegt nach dem Konzept des „Empowerment“ der Fokus auf „beeinträchtigungs- und/oder behinderungsspezifischen“ Bedürfnislagen und dazu adäquaten Handlungsstrategien.

TRANS-DISAB – Bewältigung der Herausforderungen einer erfolgreichen Transition von jungen Erwachsenen mit Behinderung: Teilhabe, Gesundheit und Lebensqualität im Lebensspannenansatz

  • Förderung: DFG
  • Laufzeit: 2017 – 2020
  • Kooperation: DFG | Kooperationsprojekt mit der Universität zu Lübeck sowie dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Mitwirkung an einer Längsschnittstudie (SPARCLEStudie) bezogen auf den Übergang in das junge Erwachsenenalter von einem wachsenden Personenkreis mit lebenslanger Beeinträchtigung in der Lebensspanne. Die konzeptionellen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts der Weltgesundheitsorganisation erfordern neue Erkenntnisse bezogen auf die Wirkungen physischer, sozialer und kontextbezogener Einflussfaktoren. Dies wird erfasst und bewertet mit Fokus auf Lebensqualitätsmaßstäbe. Dabei fließen partizipative Verfahren ein, die die medizinische Perspektive im Sinne der ICF (International Classification of Functioning der WHO, 2001) ergänzen.

QualiPEP – Qualitätsorientierte Prävention und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege

  • Wissenschaftliche Einrichtung: Lehrstuhl für Diversitätssoziologie
  • Förderung: AOK-Bundesverband (beauftragt vom Bundesministerium für Gesundheit)
  • Laufzeit: 2018 – 2019

 

Das Bundesministerium für Gesundheit hat im Jahr 2017 den AOK-Bundesverband beauftragt, ein Qualitätssicherungskonzept zum Präventionsgesetz zu entwickeln. Dazu sollen Qualitätskriterien erarbeitet werden, nach denen die finanziellen Mittel vergeben werden, die wie im Präventionsgesetz festgelegt fließen sollen. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Qualitätsorientierte Prävention und Gesundheitsförderung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege“ (kurz: QualiPEP) hat der Lehrstuhl für Diversitätssoziologie den Auftrag übernommen, in einer Feldstudie deutschlandweit exemplarisch zu erkunden, welche gesundheitsfördernden Strukturen und Angebote in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe bestehen, vor allem aber, welche Leistungen dort vom Personenkreis der Bewohnerinnen und Bewohner benötigt und gewünscht werden. 

Die Feldstudie legt eine „Diagonale durch Deutschland“, die sowohl verschiedene Einrichtungstypen (fachliche Ausrichtungen), als auch unterschiedliche Träger, Dimensionen und Umgebungen der Einrichtungen (städtisch/ländlicher Raum) enthält.

Ambulantisierung in Mittelfranken

  • Förderung: Bezirk Mittelfranken
  • Laufzeit: 2015 – 2018
  • Kooperation: Lebenshilfe Nürnberg, Diakonie Neuendettelsau, Lebenshilfe Erlangen-Höchstadt und Caritasverband im Landkreis Nürnberger Land e.V.

In Modellregionen des Bezirks Mittelfranken werden vier Pilotprojekte zur Ambulantisierung wissenschaftlich begleitet. Durch die Ausbildung von Co-Forscher*innen wird in den jeweiligen Modellregionen lokale Forschungskompetenz aufgebaut. Ziel ist, einen Index für Ambulantisierung als Orientierung und Maßstab für gute ambulante Versorgung im Rahmen der Eingliederungshilfe auf lokaler Ebene zu erarbeiten und so den Umbauprozess stationärer Eingliederungshilfe zu unterstützen.


Modellprojekt „Index für Teilhabeentwicklung und Lebensqualität für Menschen mit Behinderung“ (TeLe-Index)

  • Förderung: Bayerisches Staatsministerium Arbeit, Soziales, Familie und Integration/ Bezirk Oberbayern
  • Laufzeit: 2014-2018

Das übergeordnete Ziel des Modellprojektes liegt in der Umsetzung der Intentionen und Programmatiken der UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere der Teilhabegestaltung und -sicherung von Menschen mit Behinderung im Kontext einer traditionellen Komplexeinrichtung. Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitung soll ein generelles Verfahren zur Teilhabentwicklung und Lebensqualitätsbemessung sein, um die erarbeiteten Erkenntnisse auch für zukünftige Projekte nutzbar zu machen.
 

DiverSus – Diversity and the Sustainable Development Agenda (2017/2018)

  • Förderung: Bayerisches Förderprogramm zur Anbahnung internationaler Forschungskooperationen
  • Laufzeit: 2017-2018

This project focusses on “One Health – Access to Health”. Thereby it approaches an important Sustainable Development Goal of the UN´s Agenda 2030. Within this frame, a summer school for PhD-Students was developed to open a transdisciplinary and international platform to further the One Health agenda and to build strong partnerships to implement it (e.g. access to health, (safe) food, clean water and sanitation and environmental health including waste management). In the current year, the team worked on the preparation of a project proposal (to be submitted to the VW Foundation) in order to fund the summer school in 2019.

Präventive Pädiatrie

Die Diversitätsdimensionen chronische Krankheit und Beeinträchtigung werden am Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie aus dem medizinischen, rehabilitativen Blickwinkel betrachtet. Hierzu werden die sportlichen Aktivitäten von Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung, sowie der Einfluss von therapeutischer Bewegung auf Beeinträchtigung untersucht. Alle Projekte des Lehrstuhls finden Sie unter den Aktuellen Forschungsprojekten.

Präventive und Rehabilitative Sportmedizin

Das Zentrum beschäftigt sich mit Fragestellungen, inwieweit Bewegung und Sport positive Effekte auf bestimmte Krankheitsbilder hat bzw. auch, welche Bedeutung Sport in der Prävention spielt. Zudem werden Studien bei Patient_innen mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Herzinsuffizienz, Typ-2-Diabetes, Nierenerkrankungen, bei Älteren/Hochbetagten oder bei Patient*innen mit COPD durchgeführt. Weitere Projekte befassen sich mit Gesundheit und Prävention in der Schule (JuvenTUM, fit4future), durch welche auch Kinder mit Migrationshintergrund oder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status erreicht werden. Alle Projekte des Zentrums finden Sie unter den Aktuellen Forschungsprojekten.

Special Olympics – Inklusive Lehre

Seit einigen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Fakultät SG und der Special Olympics Bayern / Deutschland. Ziele sind die Beteiligung und Mitwirkung bei nationalen und internationalen Veranstaltungen von Special Olympics, Reformation der Lehre für Studierende, Entwicklung und Implementierung vielfältigster Fortbildungsangebote und die internationale Vernetzung mit führenden Universitäten aus dem Forschungsbereich Inklusion und Lehre.

Soziale Inklusion durch Sport für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

  • Kooperation: Special Olympics International, Deutscher Olympischer Sportbund

Kurzbeschreibung: Das Ziel dieses europäischen Forschungsvorhabens ist es, die Wahrnehmung und Relevanz von sozialer Inklusion für Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung landesspezifisch zu messen. Fünf europäische Partner (Finnland, Polen, Österreich, Irland und Deutschland) wurden in die erste Projektphase einbezogen. Sie beinhaltet ein revidiertes Verfahren zur Validität, Reliabilität und zu Cross-Cultural Messungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Phase rekrutierten sich aus den Weltspielen von Special Olympics in Österreich 2017. In der zweiten Phase wurde die Partnerschaft um vier Länder erweitert, um eine Kohorte von insgesamt 600 Athletinnen und Athleten zu erhalten und folgend ein optimiertes Messinstrument zu etablieren und Daten auszuwerten.
 

ACCESS Integrationsbegleitung

  • Kooperation: ACCESS Integrationsbegleitung gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Verein Universität Bayern e.V. und dem Institut für Inklusive Bildung an der Christian-Ernst-Universität in Kiel

Kurzbeschreibung: ACCESS plant Qualifizierungen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen zu Bildungsfachkräften für die Hochschullehre in Bayern. Je Standort sollen sechs Menschen mit Behinderung zu Bildungsfachkräften für die Lehre an Universitäten und Fachhochschulen qualifiziert werden. Der Verein Universität Bayern e.V., ein Gremium, dem alle bayerischen Universitäten angehören, ist bereits umfassend über das Vorhaben informiert und wünscht ausdrücklich eine Umsetzung des Projektes und eine enge Kooperation. ACCESS baut im Projektzeitraum für Bayern Vernetzungsstrukturen mit Akteuren aus Fach- und Hochschulen, Weiterbildungsträgern, Politik, Verwaltung und Selbstvertretungsverbänden für Menschen mit Behinderungen auf, um die Ziele des Vorhabens, in einer breiten gesellschaftlichen Gemeinschaft zu realisieren. Das betrifft insbesondere die Qualifizierung von Menschen mit Behinderung zu Bildungsfachkräften sowie die nachhaltige Erbringung von Bildungsleistungen an bayerischen Universitäten und Hochschulen.

Sport- und Gesundheitsmanagement

Township Projekt in Kapstadt in Masakhane, Südafrika

  • Förderung: EU (Projekt CARNIVAL)
  • Laufzeit: November 2013 bis November 2017
  • Kooperation: Zusammenarbeit mit der Grootbos Foundation, einer Non-Profit-Organisation zur Förderung von Nachhaltigkeit in Südafrika, sowie i-med vision, einer Non-Profit-Organisation zur Gesundheitsförderung via Telemedizin

Kurzbeschreibung: Der Lehrstuhl begleitet bereits seit drei Jahren die gesundheitliche Entwicklung einer Township Community mit 14.000 Einwohnern im Western Cape (Südafrika). In Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen wird untersucht, inwieweit gesundheitsförderliche Kontexte die Lebensqualität der Einwohner*innen vor Ort fördern können. Ein aktuelles Projekt erfasst die Wirkungen eines gesundheitsförderlichen Kindergartens auf die beteiligten Stakeholder.

Sport- und Gesundheitspädagogik

genEffects – Interventionseffekte auf Bewegungs- und Sitzverhalten von Kindern und Jugendlichen: Ein gendersensitives, systematisches Review

  • Förderung: BMBF
  • Laufzeit: 2018 - 2019
  • Kooperation: Technische Universität Chemnitz (Prof. Dr. Anne Kerstin Reimers), Pädagogische Hochschule Heidelberg (Prof. Dr. Jens Bucksch)

Im Verbundprojekt genEffects wird ermittelt, was Maßnahmen zur Bewegungsförderung wirksam macht und wie Sitzzeiten gesenkt werden können. Es wird eine Checkliste entwickelt, um die Gendersensitivität von Primärstudien systematisch zu beurteilen. In fünf systematischen Übersichtsarbeiten wird die Gendersensitivität von Interventionsstudien zu Bewegungs- und Sitzverhalten anhand der Checkliste untersucht. Gemeinsam mit der internationalen „Cochrane Sex/Gender Methods Group“ wird ein Informationsblatt („Briefing Note“) zur Erstellung von gendersensitiven Übersichtsarbeiten für Bewegungs- und Sitzverhalten entwickelt. Empfehlungen für einen evidenzbasierten Praxistransfer werden mit zentralen Organisationen und Institutionen der Prävention und Gesundheitsförderung in einem Workshop erarbeitet und verbreitet. Die Erkenntnisse ermöglichen die Entwicklung und Implementierung gendersensitiver Interventionsprogramme.