Meilensteine

Planungsphase/ Vorbereitungen

Entsprechend der unterschiedlichen Säulen (II-III) mussten im Vorfeld verschiedene Vorarbeiten geleistet werden, die es galt terminlich so aufeinander abzustimmen, dass alle Befragungen pünktlich die jeweiligen Zielgruppen erreichten. So mussten beispielsweise etliche Informationen mit Hilfe der "Skipping Hearts" Datenbank der Deutschen Herzstiftung generiert werden, um die Adressaten für die verschiedenen Befragungen festzulegen. Da hier in Abhängigkeit der Säule, neben verschiedenen Formen (Papier-, Onlinefragebogen, Interview) zusätzlich unterschiedliche Zeitpunkte Berücksichtigung fanden, die dann zusätzlich mit den jeweiligen Partnerinstitutionen abgestimmt werden mussten, erforderte dies einen minutiös geplanten Zeitplan.

Für die Nacherhebungsuntersuchung in Evaluationssäule I mussten die jeweiligen Testtermine koordiniert werden, wobei man dabei zeitlich an den Zeitraum der Vorevaluation ("Skipping Hearts") gebunden war. Aufgrund der Anzahl an Schulen gab es zwei Messphasen (Fitnesscheck: 03. März 2015 - 25. März 2015; Fitnesscheck: 06. Juli - 23 Juli 2015), innerhalb derer die Schüler einen festen Testtag zugewiesen bekamen. Weil die Kinder zwischenzeitig an verschiedenen weiterführenden Schulen verstreut waren, mussten diese in sehr zeitintensiver Kleinarbeit zunächst wiedergefunden werden. Im weiteren Verlauf arbeitete man sich Schritt für Schritt immer weiter voran, sodass man am Ende fast 1461 Kinder der ursprünglichen Kohorte wiedergefunden hatte, von denen sich zunächst 596 für die Testungen zurückmeldeten und schließlich 522 erneut an der Studie teilnahmen. 

Fitnesscheck

Der Fitnesscheck unterteilte sich in zwei Phasen in denen Erhebungen durchgeführt wurden. Die erste erstreckte sich vom 03. März - 25. März 2015, die zweite vom 06. Juli - 23. Juli 2015 in denen insgesamt 32 Schulen im Großraum Oberbayern getestet wurden. Da die Kinder am Vormittag teils über verschiedene weiterführende Schulen verteilt waren, wurden die Messungen außerhalb des regulären Schulunterrichts an einem Nachmittag durchgeführt. Hierzu wurden die ehemaligen Grundschulen der Kinder als „zentrale“ Testorte ausgewählt, an die sie an einem festgelegten Tag innerhalb eines definierten Zeitfensters kommen sollten. Dieser wurde Ihnen vorab in einem Informationsschreiben mitgeteilt, welches sie erhielten, nachdem sie ihre Einwilligung zur Teilnahme am Projekt erteilt haben. Darin enthalten waren zudem der Elternfragebogen mit Fragen zum Projekt sowie die Elternvariante des KINDL® Fragebogens. Das Zeitfenster für die Testungen erstreckte sich in aller Regel über einen Zeitraum von vier bis fünf Stunden, innerhalb dessen jedes Kind frei wählen konnte, wann es kommen wollte. Während der ganzen Zeit war das Testteam vor Ort und hatte alle Stationen vorbereitet, sodass ein Kind für das Durchlaufen der kompletten Testbatterie nicht länger als eine Stunde beschäftigt war.

 

Wie sah der Ablauf eines Testtages aus?

Zunächst wurde jedes Kind bei der Anmeldung erfasst und kontrolliert, dass tatsächlich eine gültige Einverständniserklärung der Eltern vorlag. Außerdem wurde ihnen ein „Laufzettel“ ausgehändigt, auf dem die Ergebnisse aller Teststationen festgehalten wurden sowie einen Fragebogen (Aktivität-/ Lebensqualität), den sie bis zum Ende des Tests ausfüllen mussten. Anschließend bekamen die Kinder zwei Mal eine Blutdruckmessung, die jeweils nach einer 5-minütigen Ruhephase gemessen wurden. Daran schlossen sich die sportmotorischen Testungen an, bei denen es den Kindern frei stand, an welcher Station sie begannen. Einzig der 6-Minutenlauf war für alle Kinder verbindlich als letzte Station festgelegt. 

Fragebogen/ Befragungen

Mit Hilfe der Befragungen sollten möglichst vielschichtige Informationen gesammelt werden, wobei man bewusst Akteure miteinbezog, die direkten oder auch indirekten Einfluss auf das Verhalten von Kinder haben. Neben politischen Vertretern aus Kultusministerien oder einer anderen dieser unterstellten Institution, standen vor allem Schulleiter, Lehrer und Eltern im Mittelpunkt des Interesses. Diese wurden mittels verschiedener Fragebogen, aber auch telefonisch geführten Interviews, zu unterschiedlichen Zeitpunkten befragt. So fand im November 2014 und im Februar 2016 eine Umfrage statt, bei der bundesweit die Beweggründe, Ziele und Erwartungen von Lehrern und Schulleitern für die Teilnahme an einer solchen Intervention im Fokus standen. Etwas zeitlich versetzt folgte eine weitere Befragung, deren Schwerpunkt auf den kurzfristigen (Ende Schuljahr 2014/15) und langfristigen (Ende Schuljahr 2015/16) Effekten hinsichtlich des Verhaltens der Kinder sowie des eigenen Verhaltens (Lehrer, Eltern) lag. Parallel dazu liefen innerhalb des gleichen Befragungszeitraums insgesamt 210 Telefoninterviews mit Schulleitern, Lehrern und Eltern. Mit dem Ende des Schuljahres 2015/16 startete die letzte Befragung von Lehrern und Schulleitern, mit dem Ziel, die in Säule III enthaltenen Aspekte zu strukturellen Veränderungen an Schulen durch das Programm, zu erfassen. Zeitgleich fanden an je einer Schule, der sieben teilnehmenden Bundesländer, vor Ort ein persönliches Gespräch mit der zuständigen Lehrkraft statt. 

Ergebnisbericht

In der Zwischenzeit konnten alle Erhebungen und Befragungen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Derzeitig befindet sich das EvaSkip Team in Mitten des Auswertungsprozesses für den Ergebnisbericht. Nachdem eine Vielzahl an Parametern erhoben wurden, gilt es nun die gewonnenen Daten entsprechend aufzubereiten, sodass man in der nächsten Zeit mit den statistischen Auswertungen abschließen kann. Ziel des Ergebnisberichts wird es sein, Vorschläge geben zu können, die primär der Optimierung des Programmes Skipping Hearts dienen. Vielmehr verspricht man sich Ergebnisse zu gewinnen, die über die Grenzen des Projektes hinweg genutzt werden können. So ist es vorstellbar, dass diese bei der Konzeption und Durchführung zukünftiger Programme Berücksichtigung finden. Hierfür ist es jedoch unerlässlich, dass auch andere Präventionsanbieter auf diese Ergebnisse aufmerksam gemacht werden.