Lehrstuhl für Epidemiologie organisiert internationalen Workshop in Ghana


Die Teilnehmer_innen und Referent_innen des Workshops an der Kwame Nkrumah University of Science (KNUST) in Ghana

(v. l. n. r.) Chirurg Prof. Dr. Matthias Richter-Turtur, Dr. Andreas Ullrich (Charité Universitätsklinikum, Gynäkologie und Center for Global Health), Prof. Dr. Marion Kiechle (Direktorin und Vorsitzende der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, TUM), Dr. Edward Dassah (KNUST), Prof. Dr. Dr. Andrea Winkler (Co-Direktorin des Center for Global Health, Abteilung Neurologie, TUM, und Direktorin des Centre for Global Health, Universität Oslo); Prof. Dr. Stefanie Klug (Lehrstuhl für Epidemiologie), Dr. John Amuasi (KNUST, School of Public Health)

Prof. Dr. Stefanie Klug (r.), Ordinaria des Lehrstuhls für Epidemiologie, bei ihrer Vorlesung vor Master-Studenten der School of Public Health/KNUST

Das Organisationsteam des Workshops um Dr. Edward Dassah, Prof. Dr. Dr. Andrea Winkler, Prof. Dr. Stefanie Klug und Dr. John Amuasi (v. l. n. r.)

Der Lehrstuhl für Epidemiologie von Ordinaria Prof. Dr. Stefanie Klug hat zusammen mit dem Center for Global Health, Abteilung Neurologie der TUM-Fakultät für Medizin von Prof. Dr. Dr. Andrea Winkler sowie der School of Public Health der TUM-Partneruniversität Kwame Nkrumah University of Science (KNUST) in Ghana um Dr. John Amuasi und Dr. Edward Dassah einen zweitägigen Workshop in Kumasi/Ghana organisiert. Hauptthemen waren die Prävention von Gebärmutterhalskrebs in Ghana durch Screening und Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) („Women’s Health and Cervical Cancer Prevention in Ghana“). Der Workshop wurde vom TUM Global Incentive Fund gefördert.

Die Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs sind in Ghana begrenzt. Bei ghanaischen Frauen ist der Gebärmutterhalskrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache. Zur Teilnahme am Workshop wurden Hebammen, Krankenschwestern und Gynäkologen, aber auch Kliniker, Epidemiologen, Politiker, Mitarbeiter des ghanaischen Gesundheitsministeriums sowie Studierende der KNUST eingeladen.

Die Zielsetzung des Treffens war es, die aktuelle Situation sowie die laufenden Forschungsprojekte im Hinblick auf Fragen zur Verbesserung der Prävention und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs in Ghana zu bewerten. Darüber hinaus wurden Herausforderungen sowie Möglichkeiten hinsichtlich der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von HPV-Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen diskutiert. Perspektivisch ist eine Zusammenarbeit geplant, um die Prävention und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs in Ghana zu verbessern.

Im Zuge des Workshops hielt Prof. Klug eine Vorlesung vor Master-Studenten der KNUST an der School of Public Health zum Thema „Global Cancer with a focus on cervical cancer“ ("Globaler Krebs mit Schwerpunkt Gebärmutterhalskrebs"). „In meiner Vorlesung bin ich unter anderem auf die Prävention von Zervixkarzinom durch Impfungen gegen HPV eingegangen“, so Prof. Klug. „Darüber hinaus habe ich vorgestellt, welchen Zusammenhang Krebserkrankungen und Lifestyle-Faktoren haben.“ Prof. Winkler von der Fakultät für Medizin referierte über „Milestones of Global Health“ („Meilensteine der globalen Gesundheit"). Zukünftig ist auch ein Austausch von Dozierenden und Studierenden zwischen dem Master of Health Science der TUM und dem Master of Public Health der KNUST geplant.

Im Verlauf des einwöchigen Aufenthalts in Ghana besuchte die Delegation aus Deutschland, zu der auch Frau Prof. Dr. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar, der Chirurg Prof. Dr. Matthias Richter-Turtur sowie Dr. Andreas Ullrich vom Charité Berlin, Experte für Global Health Policy, gehörten, unter anderem auch das Kumasi South Hospital sowie das Catholic Hospital in Battor, um Einblicke in deren Screening-Einheiten zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs zu erhalten. „In diesen Krankenhäusern können routinemäßig pro Tag zwischen drei und zehn Frauen auf Gebärmutterhalskrebs untersucht werden“, erklärt Prof. Klug. „Es war sehr interessant, zu sehen, in welcher Form Vorsorgeuntersuchungen in ghanaischen Kliniken vorgenommen werden.“
 

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Kontakt:

Prof. Dr. Stefanie Klug
Lehrstuhl für Epidemiologie
Georg-Brauchle-Ring 56
80992 München

Telefon: 089 289 24950
E-Mail: stefanie.klug(at)tum.de
 

Text: Romy Schwaiger
Fotos: Sandra Weinmann/Prof. Dr. Dr. Andrea Winkler/Lehrstuhl für Epidemiologie