TUM SEED Center

SEED - Sustainable Energies, Entrepreneurship and Development

Der Lehrstuhl für Diversitätsoziologie wirkt aktiv mit im TUM SEED Center („Sustainable Energies, Entrepreneurship and Development“), u.a. in der Auswahlkommission. Das Projekt SEED verbindet nachhaltige Energien mit Unternehmertum, um den Zugang zu Elektrizität über "Mini-Grids" an acht Standorten im Globalen Süden zu verbessern und dabei auch wirtschaftliche Effekte zu erfassen. Die Aktivitäten umfassen ein Doktorandenprogramm, ein Masterprogramm und eine Living Labs-Komponente, um angewandte Forschung zu ermöglichen. Anfänglich soll dieses Projekt etwa 8.000 Personen Zugang zu Elektrizität ermöglichen. Im Projektverlauf soll diese Zahl steigen und ärmste Bevölkerungsgruppen in abgelegenen Gegenden erreicht werden.

TUM SEED-Startseite

Kooperation Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - Max-Planck-Fellow

Dis[cover]ability & Indicators for Inclusion

Vor dem Hintergrund des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (UN-BRK), das seit 2009 in Deutschland in Kraft ist, beschäftigt sich die Fellow Gruppe mit der theoretischen Konzeption und der empirisch-analytischen Fundierung des „Erwartungshorizonts“ einer inklusiven Gesellschaft. Dabei wird ein „Twin-Track Approach“ verfolgt: Zum einen wird unter Bezugnahme auf ein „Disability Mainstreaming“ der Blick auf die sozio-materiellen Barrieren gerichtet, mit denen Menschen mit Beeinträchtigungen konfrontiert sind (z.B. mangelnde Zugänglichkeit öffentlicher Räume, Kommunikationsbarrieren, Vorurteile und ableistische Einstellungen). Dadurch angeleitet werden gesellschaftliche Handlungsspielräume und Zugänge identifiziert, die die gegenwärtig oftmals segregierenden und/oder exkludierenden Institutionen im Umgang mit Beeinträchtigung und Behinderung wirkungsvoll aufbrechen können. Zum anderen liegt nach dem Konzept des „Empowerment“ der Fokus auf „beeinträchtigungs- und/oder behinderungsspezifischen“ Bedürfnislagen und dazu adäquaten Bearbeitungen in sozialen Diensten, Gesundheitsversorgung, Bildung, Lebensunterhalt, politischer sowie optionsreicher soziokultureller Teilhabe. In beiden Schwerpunktsetzungen – der Analyse gesellschaftlicher Rahmenbedingungen sowie der Lebenslagen individueller Akteur*innen – ist die forschungsprogrammatische Suchbewegung im Sinne eines „Discover Abilities“ von Bedeutung, um der gängigen „Defizit-Perspektive“ auf Beeinträchtigung/Behinderung entgegenzuwirken und Indikatoren für die Chancen auf selbstbestimmte Verwirklichung von Teilhabe entwickeln zu können.

 

Zur Homepage Max Planck Fellow: Dis[cover]ability & Indicators for Inclusion

Kooperation Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik - Max-Planck-Fellow

Fachgruppe: Inklusion bei Behinderung

Das Team der Forschungsgruppe generiert Wissen zum Wandel der Sozialsysteme und zur Teilhabe bei Behinderung. Insbesondere umfasst das Forschungsprogramm Strukturen, Maßnahmen und Wirkungen von Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive. Das Team befasst sich dabei mit den Forschungsschwerpunkten Inklusion und Exklusion bei Behinderung, den Wirkungen des Wandels vom Sachleistungs- zum Geldleistungsprinzip durch das Persönliche Budget, neuen Rahmen und Rollen in sozialen Diensten, den Potenzialen und Grenzen nationaler und internationaler Sozialmodelle sowie der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Ländern des Globalen Südens. Diese werden jeweils mit den beiden Querschnittsthemen „Demographischer Wandel“ und „Umgang mit Verschiedenheit“ verknüpft.

  • Leitung: Prof. Dr. Wacker, Elisabeth
  • Laufzeit: 2010-2015
  • Mitarbeiter_innen: 8 Nachwuchswissenschaftler_innen
  • Ziele: „Wandel der Sozialsysteme und Teilhabe bei Behinderung. Strukturen, Maßnahmen und Wirkungen von Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsentwicklung in nationaler und internationaler Perspektive“

Zur Homepage Max Planck Fellow: Inklusion bei Behinderung

Arbeitsgruppe Diversitätssoziologie kooperiert mit kenianischer Pwani University

Die Arbeitsgruppe Diversitätssoziologie von Prof. Elisabeth Wacker kooperiert künftig mit der Pwani University (PU) in Kenia. In den nächsten vier Jahren wird ein gemeinsames Curriculum zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung entwickelt und getestet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über den Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) unterstützt.

Insgesamt stehen über Fördermittel und Eigenleistungen der Partner rund 400 000 Euro zur Verfügung.

Wissenschaftlicher Austausch

Als Auftaktprojekt entwirft und erprobt der Lehrstuhl für Diversitätssoziologie gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der PU in den nächsten vier Jahren ein neuartiges Curriculum. "Es ist ein gesundheitswissenschaftliches Projekt. Wir wollen in Sozialräumen Kräfte aufbauen, die eine präventive und rehabilitative Gesundheitsförderung ermöglichen. Deswegen entwickeln wir den Studiengang, um auf akademischem Niveau eine Multiplikationswirkung zu erzeugen", erklärt Wacker. Der Studiengang soll in Form eines "Blended Learning"-Konzepts erstellt werden, also als Mischung aus internetbasierten Inhalten und Präsenzphasen, mit insgesamt vier Modulen. Diese werden die kenianischen und deutschen Studierenden in gemeinsamen Workshops testen. Anschließend wird das englischsprachige Studiengangskonzept online zugänglich sein. "Unser Ziel ist, eine breite Kenntnis der sozialraumorientierten und inklusiven Gesundheitsförderung zu vermitteln", erläutert Wacker.

Im Rahmen der Kooperation mit der kenianischen Universität sollen künftig weitere Projekte im Bereich Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung entwickelt werden - angepasst an die jeweiligen sozio-kulturellen und strukturellen Rahmenbedingungen.

Zur Homepage des Lehrstuhls Diversitätssoziologie

Zur Homepage der Pwani University

Mehr über die Forschungsstation in Malindi