Keynote Vortragende

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claude Bouchard - Genetik & Bewegung

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claude Bouchard

Claude Bouchard ist Professor und Direktor des Human-Genomics Laboratory am Pennington Biomedical Research Center in Baton Rouge, Louisiana. Dort leitet er den John W. Barton Sr. Stiftungslehrstuhl für Genetik und Ernährung. Seine Forschung befasst sich mit der genetischen Anpassung an Bewegung sowie Herausforderungen der Ernährung aber auch genetischer Grundlagen für Adipositas und ihrer Begleiterkrankungen.

Er ist Autor bzw. Co-Autor von mehr als 1.100 wissenschaftlichen Arbeiten und hat über 35 Bücher geschrieben und herausgegeben. Dr. Bouchard wurden sieben Ehrendoktortitel verliehen. 1998 von der Katholieke Universiteit Leuven, 2009 von der University of South Carolina, 2011 von der University of Guelph und von der Brock University, 2012 von der University of Ottawa sowie 2015 von der Universität Athen und der Universität Laval.

Zu Beginn seiner Karriere war er an der Fakultät für Kinesiologie an der Universität Laval, Quebec City, und wurde nach seiner Pensionierung an der Fakultät für Medizin emeritiert. Er ist Mitglied des American College of Sports Medicine, der American Society of Nutrition, der American Heart Association, der Adipositas-Gesellschaft und der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.

Prof. Dr. Gordon Cheng - Sport & Robotik

Prof. Dr. Gordon Cheng

Prof. Dr. Gordon Cheng ist Gründer und Direktor des Instituts für Kognitive Systeme sowie Koordinator des Kompetenzzentrums Neuro-Engineering an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität München (TUM).

Prof. Cheng erforscht das grundlegende Verständnis und die Konstruktion von Kognitiven Systemen. Er versucht einerseits, verschiedenste Fähigkeiten in multifunktionalen Hochleistungsrobotern zu verknüpfen. Andererseits entwickelt er natürliche Kommunikationsmechanismen für eine bessere Anwendungsfreundlichkeit von Robotern.

Prof. Cheng studierte Informatik an der Universität Wollongong, Australien und promovierte 2001 in Systemtechnik am Department of Systems Engineering der Australian National University. Er gründete und leitete von 2003 bis 2008 das Department for Humanoid Robotics and Computational Neuroscience am Institut für Advanced Telecommunications Research in Kyoto, Japan. Darüber hinaus war er von 2007 bis 2008 Projektleiter am National Institute of Information and Communications Technology, Japan sowie an der Japan Science and Technology Agency, wo er für das Projekt "Computational Brain" verantwortlich war (2004-2008). Seit 2010 forscht und lehrt Prof. Cheng als Ordinarius für Kognitive Systeme an der TUM

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann - Gesundheit & Bildung

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann
Foto: Hertie School of Governance

Klaus Hurrelmann ist Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin.

Hurrelmann studierte Soziologie, Psychologie und Pädagogik an den Universitäten Freiburg, Berkeley (USA) und Münster und promovierte mit einer Arbeit aus der Schulforschung. 1975 habilitierte er sich mit der Schrift "Erziehungssystem und Gesellschaft" und übernahm anschließend eine Professur für empirische Bildungs- und Sozialisationsforschung an der Universität Essen.

1980 wechselte er im gleichen Gebiet an die Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld. Dort baute er mit Kolleginnen und Kollegen den interdisziplinären, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Sonderforschungsbereich "Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter" auf, dessen Sprecher er während der gesamten Zeit von 1986 bis 1998 war. Auch war er Mitbegründer des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung in Bielefeld.

Von 1994 an amtierte Klaus Hurrelmann als Gründungsdekan der von ihm mit initiierten Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Inhaltlich vertrat er dort das Gebiet Prävention und Gesundheitsförderung. Er war Direktor des "Collaborating Research Center for Health in Adolescence" im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und leitete den deutschen Teil der Studie "Health Behaviour in School Children HBSC". 1990 nahm er eine Gastprofessur für Soziologie an der New York University und 1999 eine Gastprofessur für Gesundheitswissenschaften an der University of California in Los Angeles wahr.

Sowohl im Sonderforschungsbereich als auch im Collaborating Center führte er zahlreiche Forschungsprojekte durch. Schwerpunkte waren familiäre und schulische Bedingungen der Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung, der Zusammenhang von Sozialisation und Gesundheit und die Entwicklung und Evaluation von Präventionsstrategien bei Risikoverhalten wie Gewalt, Sucht und psychosomatischen Gesundheitsstörungen. Er war Mitglied im Leitungsteam der letzten Shell Jugendstudien und hat nach dem gleichen Format die World Vision Kinderstudien initiiert und bereits mehrfach mit geleitet.

Seit 2009 ist Klaus Hurrelmann Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin.

Prof. Dr. Sigmund Loland - Sportphilosophie & Ethik

Porträtfoto Prof. Dr. Sigmund Loland
Prof. Dr. Sigmund Loland

Dr. Sigmund Loland ist Professor für Sportphilosophie und ehemaliger Rektor der Norwegian School of Sport Sciences (2005-2013). Er hat zahlreiche Publikationen im Bereich der Sportethik, der Ethik von leistungssteigernden Technologien, der Erkenntnistheorie der Bewegung und der Ideengeschichte im Sport veröffentlicht. Dr. Loland ist ehemaliger Präsident der Internationalen Vereinigung für Sportphilosophie (2002-03) und des European College of Sport Science (2011-13) sowie seit 2004 Mitglied des Ethik-Ausschusses der WADA.

Prof. Dr. Heike Tiemann - Inklusion & Didaktik

Prof. Dr. Heike Tiemann
Prof. Dr. Heike Tiemann

Prof. Dr. Heike Tiemann ist Studienrätin und Sonderpädagogin. Als Lehrerin hat sie sowohl an einer Förderschule als auch an einem Gymnasium gearbeitet. Prof. Tiemann hat zudem einen European Master's Degree in Adapted Physical Activity. Aktuell ist sie Professorin an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig und leitet das Fachgebiet Schulsport.

Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind in der Sportpädagogik, -didaktik und -soziologie verortet und beziehen sich auf die Themenfelder "Inklusion im schulischen und außerschulischen Sport" (zur Zeit mit dem Schwerpunkt "Professionalisierung von in inklusiven Settings tätigen Sportlehrkräften"), "Sport und Geschlecht" und "Soziologie des Behindertensports".

Prof. Dr. Dr. h.c. Mark Tremblay - Pädiatrie & Bewegungsförderung

Prof. Dr. Dr. h.c. Mark Tremblay

Prof. Dr. Mark Tremblay ist Direktor für Healthy Active Living und Obesity Research (HALO) an der Kinderklinik des Eastern Ontario Research Institute und Professor für Pädiatrie an der Fakultät für Medizin der University of Ottawa.

Dr. Tremblay hat mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten und Buchkapitel veröffentlicht, unter anderem in den Bereichen „Adipositas bei Kindern und Jugendlichen“, „Messung von körperlicher Aktivität“, „Trainingsphysiologie“, und „Gesundheitsüberwachung“. Dazu hat Dr. Tremblay mehr als 600 Vorträge an wissenschaftlichen Konferenzen gehalten, darunter mehr als 140 geladene Keynote-Vorträge in 19 verschiedenen Ländern. Für seine Beiträge zu einem gesunden und aktiven Lebensstil hat Dr. Tremblay einen Ehrendoktortitel sowie die Queen Elizabeth II Diamond Jubilee Medal erhalten.

Er ist Mitglied des American College of Sports Medicine, Vorsitzender der Active Healthy Kids Global Alliance sowie des Canadian Physical Activity Guidelines Project, Gründer des Sedentary Behaviour Research Network und ehemaliger Dekan für Kinesiologie an der University of Saskatchewan.

Im Vorfeld der olympischen Spiele 2010 in Vancouver zählte Dr. Tremblay zu den Fackelträgern des Olympischen Feuers.

Prof. Dr. Gabriele Wulf - Motorisches Lernen & Sportliche Leistung

Prof. Dr. Gabriele Wulf

Gabriele Wulf ist Professorin am Department of Kinesiology and Nutrition Sciences an der University of Nevada, Las Vegas (UNLV). Dr. Wulf beschäftigt sich in ihrer Forschung mit den Faktoren, die das Lernen von motorischen Fertigkeiten beeinflussen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsfokus und motivationale Faktoren wie Leistungserwartungen und Autonomie. Ihre Forschung führte zur Veröffentlichung von fast 200 Zeitschriftenartikeln und Buchkapiteln sowie zweier Bücher.

Dr. Wulf hat verschiedene Auszeichnungen für ihre Forschung erhalten, darunter der UNLV`s Barrick Distinguished Scholar Award. Sie war Gründungsredakteurin der zwei Zeitschriften, Frontiers in Movement Science and Sport Psychology (2010-2012) und Journal of Motor Learning and Development (2012-2015). Zudem war Dr. Wulf Präsidentin der North American Society for the Psychology of Sport and Physical Activity (2013-2016).

2016 veröffentlichte sie zusammen mit Dr. Rebecca Lewthwaite die OPTIMAL theory of motor learning, die Implikationen für die Verbesserung des Trainings von sportmotorischen Fertigkeiten enthält.

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